Iran

Veröffentlicht auf von Sebastien Vogt

11.10.2019

Eine lange Fahrt stand mir heute bevor: Von Yerewan sollte es nach Tabriz im Iran gehen. Da das Hotel in der Nähe des Busterminals lag, konnte ich zu Fuß dorthin gehen. Mit etwas Verspätung ging es dann im sehr komfortablen Bus auf die lange Reise. So viel Platz in einem Bus sucht man in Deutschland bei Flixbus vergeblich. 

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Da die Fahrt mittags begann, konnte ich lange Zeit die tolle Landschaft beobachten. Da Armenien ein Gebirgsland ist und somit 90% der Landesfläche über 1000m über dem Meeresspiegel liegt, gab es immer wieder tolle Ausblicke zu genießen. Oftmals kämpfte sich der Bus im Schneckentempo die Serpentinen hinauf.

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Die Passkontrolle an der armenisch-iranischen Grenze ging eigentlich problemlos über die Bühne. Mittlerweile bekommt man von der iranischen Grenzkontrolle keinen Stempel mehr in den Pass, sondern er wird auf das Visa (welches auch nicht im Reisepass eingeklebt wird) gestempelt. Jetzt hieß es aber warten, denn bis alle Passagiere und auch der Bus kontrolliert wurden, dauerte mehr als eine Stunde. Mit dieser Zeit kann ich mich zufrieden geben, denn andere Reisende erzählten mir, dass sie mehr als fünf Stunden an einem Grenzübergang zwischen der Türkei und dem Iran warten mussten. Das lag daran, dass sie mit dem Zug einreisten, und nur ein Grenzbeamte für den ganzen Zug verantworltich war. Im Wartebereich lernte ich Fuli aus China kennen. Sie reiste ebenfalls von Yerewan nach Tabriz, allerdings in einem anderen Bus. Unser Host hat uns beide benachrichtigt, dass wir beide im selben Hostel wohnen und wir ja ein Taxi teilen können. Wir haben dann vereinbart, dass wir aufeinander im Busterminal in Tabriz warten werden. Es stellt sich später heraus, dass das nicht so einfach werden sollte. Mein Bus kam um vier Uhr morgens (beim Ticketkauf wurde mir gesagt, dasss wir spätestens um ein Uhr ankommen würden) in Tabriz an, hielt aber nicht am Busbahnhof, sondern mitten auf der Straße. Na toll, da stand ich nun und wusste nicht was ich tun sollte. Würde Fulis Bus auch hier anhalten oder würde er zum Busterminal fahren. Kontaktieren konnte ich sie nicht, da wir ja noch keine iranische Simkarte hatten. Ich entschied mich dann zusammen mit zwei netten Tibetern zum Busterminal zu laufen und hoffte, dass Fuli dort ankommen würde. Im Endeffekt wurde auch sie an der Straße rausgelassen, aber ein netter Iraner hat sie zum Glück bis zum Terminal begleitet. Hier trafen wir uns dann auch und fuhren mit einem inoffiziellen Taxi zum Hostel. Es hieß, das Taxi würde 200.000 Rial kosten. Tja, der Taxifahrer wollte dann aber 200.000 Rial pro Person. Als wir ihm sagten, dass wir das nicht zahlen, setzte er sich in sein Taxi und wollte wieder wegfahren. Wie bitte?? Das ist mir ja noch nie passiert, dass ein Taxifahrer letztendlich gar kein Geld will. Wir hielten das Auto nochmal an und einigten uns dann auf 300.000 Rial (um die 3 Euro). Im Hostel wurden wir herzlich empfangen und dann hieß es erstmal ausgiebig zu schlafen.

 

12.10.2019

Viel schlafen konnte ich nicht, Fuli dafür umso mehr. Am späten Mittag machten wir uns auf den Weg um den Basar zu besichtigen. Der Basar gehört zum Unesco-Welterbe, ist rund 7 qkm groß und stammt zum großen Teil aus dem 15. Jahrhundert. 

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Besonders gut hat mir gefallen, dass es hier nicht hektisch und laut zuging. Man konnte gemütlich durch das ganze Labyrinth schlendern und sich die verschiedenen Waren ansehen. Bei einem netten, älteren Herrn konnte ich etwas Geld wechseln, denn im Iran kann man kein Geld abheben. Man muss vor der Einreise alles benötigte Geld in bar mitnehmen. Nicht das beste Gefühl, mit so viel Geld herumzureisen. Nach einem netten Plausch hatte ich nun mehrere Millionen Rial in meiner Tasche. Man sollte wissen, dass es absolut bescheuert wäre, sein Geld in der Bank zum offiziellen Wechselkurs zu wechseln. Auf der Straße herrscht nämlich ein anderer Kurs, der drei Mal höherer ist als der offizielle. 

Fuli und mein Geldwechsler

Fuli und mein Geldwechsler

Nach der Besichtigung des Basars wollte Fuli noch was essen, also gingen wir in einen kleinen Fastfoodladen. Hier kamen wir mit Reza, einem jungen Iraner ins Gespräch, der uns beim Bestellen behilflich war. Was soll ich sagen.. Hier zeigte sich die iranische Gastfreundlichkeit. Reza wollte nicht nur für uns bezahlen, sondern bot an, uns die Stadt zu zeigen. Natürlich denkt man als Deutscher direkt „Moment, wo ist denn da der Haken? Wie viel Geld verlangt er dafür am Ende?“. Aber diese Denkweise ist hier im Land völlig absurd. Natürlich verlangte er kein Geld. Wir fuhren mit der Metro zum Elgoli-Park wo wir ein bisschen spazieren gingen und eine Tasse Tee tranken.

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13.10.2019

Im Hostel lernte ich am Vorabend mehrere nette Leute kennen, mit denen wir heute einen Ausflug unternahmen. Sebastian (Deutschland), Connor (Irland), ein Singapurianer dessen Namen ich nicht kenne und natürlich Fuli. Mit zwei Taxen fuhren wir nach Kandovan und ich glaube ich hatte den besten und lustigsten Taxifahrer seit sehr langer Zeit. Die Zeit verging recht schnell da die ganze Fahrt sehr unterhaltsam war. 

Kandovan Ist ein sehr kleines Dorf indem weniger als 1000 Menschen leben. Das besondere an diesem Dorf sind die hinkelsteinartigen Häuser, die die Bewohner als Höhlenwohnungen in den weichen Tuffstein gegraben haben. Hier verkaufen sie auch verschiedene Erzeugnisse wie Honig, Käse, getrocknete Früchte und Walnüsse. 

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Nachdem wir das Dorf besichtig hatten, gingen wir noch auf den gegenüberliegenden Hügel, von welchem wir eine tolle Sicht auf das Dorf hatten. 

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14.10.2019

Da wir die Stadt selbst nicht so besonders fanden, machten Fuli und ich uns auf den Weg nach Kashan. Da der Bus aber erst um 16 Uhr losfahren sollte, gingen wir nochmals zum Basar. 

Auch heute kamen wir wieder in den Genuss eines VIP-Busses (mit einem kostenlosen Snack), aber ebenso in den Genuss des viel späteren Ankommens. 

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Uns wurde gesagt, dass der Bus acht Stunden benötigen würde, also so gegen Mitternacht ankommen sollte. Naja, wir fuhren erst um 17 Uhr los und kamen mit leichter Verspätung um 4 Uhr morgens an. Und mal wieder endete die Fahrt nicht an einem Busbahnhof, sondern an einem Rastplatz. Aber hier wartete zum Glück ein Taxi. Das Hostel gefiel uns auf den ersten Blick; hier konnten wir uns wohl fühlen. 

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15.10.2019

Dass wir so spät ankommen war nicht geplant, deshalb wurde zunächst lange geschlafen. Naja, das trifft zumindest auf Fuli zu. Ich konnte mal widener nur ein paar Stündchen schlafen. Mittags machten wir uns dann auf und erkundeten die Stadt. Wow, wir sind direkt von der Stadt begeistert. Nicht nur weil auch hier die Iraner einer freundlich grüßen und oft ansprechen, nein auch weil uns die Art der Häuser und Gassen gefällt. Man merkt, dass man so langsam Richtung Wüste kommt, denn viele Häuser hier sind aus einem Lehm-Stroh-Gemisch gebaut. 

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Den ersten Stopp machten wir bei meiner ersten richtigen Moschee, der Majed-e Agha Bozorg. Die Moschee wurde im 19 Jahrhundert gebaut, wird aber nicht mehr genutzt. 

Wie es sich natürlich gehört, konnte ich ganz einfach die heilige Stätte betreten. Fuli hingegen war nicht anständig gekleidet (nein, nein, ein Kopftuch reicht hier nicht aus) und musste deshalb erstmal hergerichtet werden. Das Ergebnis war wirklich umwerfend...

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Nun wollten wir uns verschiedene traditionelle Häuser ansehen die damals von reichen Kaufleuten gebaut wurden. Mittlerweile sind viele der über hundert Häuser der Stadt in kleinere Wohnungen aufgeteilt worden oder sie sind mittlerweile verfallen. Aber manche wurden restauriert und zu Museen oder zu Unterkünften umgebaut. 

 

Das erste Haus namens „Borujerdi“ war schon sehr beeindruckend. Das Haus besitzt sechseckige, kuppelüberdachte badgirs sowie Fresken von Kamal al-Molk, dem führenden iranischen Künstler seiner Zeit. 

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Das zweite Haus unserer Tour hieß „Abbasian“ welches von einem Glashändler erbaut wurde. Es erstreckt sich über mehrere Ebenen. 

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Als letztes Haus sahen wir uns „Tabatabei“ an. Es wurde 1880 erbaut und sit für filigrane Steinreliefs bekannt. 

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Mein Highlight des Tages war aber definitiv das 500 Jahre alte Hamam „Sultan Mir Ahmad“. Allein das Dach war schon super, da man einen tollen Blick auf die Stadt hatte. 

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Aber das Badehaus selbst war einfach unbeschreiblich schön. Leuchtend bunte Kacheln und schöne Gemälde sind überall zu finden. Schades eigentlich, dass man hier nicht mehr baden kann, Lust hätte ich jedenfalls gehabt :-)

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Den Weg zurück zum Hostel bestritten wir über den Basar. Auch hier ging es nicht hektisch zu und so konnten wir gemütlich an den ganzen Waren entlangschlendern.

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16.10.2019

Wie Fuli das macht ist mir ein Rätsel: Während sie wiedermal locker bis mittags schläft, bin ich schon mehrere Stunden wach. Aber die Zeit nutze ich gerne zum Recherchieren und zum Schreiben. Nachdem dann auch Fuli bereit war, fuhren wir mit dem Taxi zum etwas außerhalb gelegenen „Fin Garden“. Es handelt sich mal wieder um ein Welterbe der Unesco; aber das auch zurecht. Natürliches Quellwasser fließt in mehrer türkis gekachelte Becken und Springbrunnen und wird dann durch mehrere Kanäle durch den ganzen Garten und sogar durch ein Haus gleitet. Die bis zu 500 Jahre alten Zedern runden das Ganze schließlich noch ab. 

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Wir organisierten uns wieder ein Taxi und unser Fahrer Ali entpuppte sich später als super netter Guide. Wir hielten kurz beim Ebrahim Shrine, der von vielen Touristen gar nicht besichtigt wird.

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Dann ging es zu den Ruinenhügeln von Sialk, welche auch nicht von vielen Touris berücksichtigt werden. Bei französischen Ausgrabungen wurden Lehmhäuser, Skelette und einige Keramiken gefunden. Mir kam das Ganze wie ein riesiger Lehmklumpen vor und Fuli und ich konnten irgendwie nicht viel mit dieser Stätte anfangen.

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Da wir etwas Hunger hatten, baten wir Ali uns zum Basar zu fahren. Er war sogar so nett und stieg gemeinsam mit uns aus um uns den Basar zu zeigen. Besonders gut hat uns ein altes Badehaus gefallen, dass nun vorwiegend zum Teetrinken genutzt wird. Da wir beide nicht mehr viel Geld übrig hatten, reichte es gerade mal für nen Kaffee. Zum Glück gab es zwei Kekse dazu, sodass wir immerhin etwas im Bauch hatten.

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Am Abend gab es aber endlich was richtiges zu essen. In einem traditionellen Haus das zu einem Hotel und zu einem Restaurant umgebaut wurde, ließen wir es uns schmecken. Ein Gläschen Weißwein hätte das Ganze noch abgerundet..

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17.10.2019

Für den heutigen Tag haben Fuli und ich einen Ausflug gebucht. Gegen 13 Uhr ging es los. Mit einem zugestaubten Auto fuhr uns der Fahrer zum ersten Stopp. Sein Englisch bestand aus Zweiwortsätzen, sodass wir nicht wirklich viel mit ihm reden konnten. Die Undergroundcity war unser erster Aufenthalt. Es ging einige Stufen nach unten und als erstes bekamen wir einen riesigen Raum zu sehen. Damals war er komplett mit Wasser gefüllt und diente den Menschen als unterirdischer Wasserspeicher.

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Dann führte uns ein Guide durch verschiedene Gänge und kleine Räume und erklärte uns den Aufbau dieser unterirdischen Stadt. Erbaut wurde diese auf 3 Ebenen zwischen 4-18 m unter der Erde liegende Stadt wohl um sich vor den mongolischen Horden zu schützen.

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Nun sahen wir uns noch eine Schlammburg an. Leider habe ich hierzu keinerlei Infos, da der Fahrer wie gesagt kaum Englisch konnte.

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Jetzt ging es Richtung Wüste, vorbei an einer großen Militäranlage, die ich natürlich nicht fotografiert habe. Hier gibt es auch eine Salzwüste, die auf Fotos genau so aussieht wie Salar de Uyuni in Bolivien. Tja, die Wirklichkeit sah dann doch anders aus. Eine weiße Salzlandschaft war hier nicht zu erkennen, sondern eher eine braune mit weißen Fleckchen versehene Ebene. Ich war wirklich enttäuscht, denn wirklich schön war dieser Bereich nicht. Fuli hingegen war begeistert. Hmm ich weiß, dass es nicht gut ist Vergleiche zu ziehen, aber das geschieht eben automatisch. 

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Um den Sonnenuntergang zu sehen fuhren wir zu ein paar Sanddünen in der Nähe. Die Dünen erklommen wir recht schnell und von hier oben hatten wir eine schöne Aussicht. Besonders gut konnte man von hier oben erkennen, dass ständig Autos die Schotterstraße entlang fuhren. Es war schließlich Wochenende und jede Menge Iraner kommen dann in die Wüste und verbringen den Abend oder auch die Nacht hier. Viele von ihnen nutzen dann die Gelegenheit und trinken hier Alkohol oder nehmen diverse andere berauschende Mittel zu sich..

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In unserer Tour war auch eine Nacht in der Wüste enthalten. Natürlich stellt man sich dann vor, dass das Zelt irgendwo einsam in der Wüste steht und weit und breit keine andere Menschenseele zu sehen oder zu hören ist. Tja, wenn man eine Tour für nur 23 Euro bucht sieht die Realität leider etwas anders aus. Das Zelt stand in der Nähe von ein paar Häusern, wo unter anderem ein kleiner Shop untergebracht war. Die Iraner neben meinem Zelt hörten ständig Musik und die Geräusche der Straße waren auch gut wahrzunehmen. Das Abendessen wurde natürlich nicht am Lagerfeuer zubereitet, sondern wurde in der Küche gekocht. Naja, wir kamen aber mit ein paar netten Iranern ist Gespräch welche an einem Grill ein leckeres Omelette machten. Außerdem machten wir noch eine kleine Fotosession mit einer iranischen Familie.

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18.10.2019

Die Nacht im Zelt war nicht wirklich erholsam. Hunde bellten immer wieder um die Wette und rissen mich mehrmals aus dem Schlaf. Nach dem Frühstück holte uns der Fahrer wieder ab und wir verließen die Wüste wieder. Einen Stopp machten wir noch beim Schrein von Hilal ibn Ali. Wow, sooo viele Kacheln. Das ganze Gebäude hat uns einfach umgehauen. Bevor wir den Komplex allerdings betreten durften, musste Fuli sich mal wieder etwas neu einkleiden..

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Nun fuhren wir zurück nach Kashan und es hieß Abschied nehmen. Fuli wollte noch länger in der Stadt bleiben, aber ich wollte die Weiterreise antreten. Ich wurde am Busterminal rausgelassen und hoffte, dass ich ein Busticket nach Isfahan ergattern könne. Da das Gedenkfest Al-Arba‘in gefeiert wurde, fuhren viele Iraner in den Irak nach Kerbela. Daher wurden viele Busverbindungen gestrichen um genügend Fahrzeuge zu haben. Ich hatte aber Glück und saß eineinhalb Stunden später im Bus nach Isfahan.

Dort angekommen ging es in ein Hostel, das von zwei Schwestern betrieben wird. Im Hostel habe ich mich direkt super wohl gefühlt. Abends habe ich mich einer Truppe angeschlossen und wir gingen in einem alten, wunderschönen traditionellen Haus essen. 

Anschließend gönnten wir uns noch ein Tässchen Kaffee bzw. Tee in einem anderen tollen Café.

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19.10.2019

In der riesigen Stadt Isfahan gibt es natürlich auch einiges zu sehen. Mit dem Taxi fuhr ich zum Naqsh-e-Jahan-Platz, auch „Platz des Imam“ genannt. Mit 512 m Länge und 163 m Breite ist er einer der größten Plätze der Welt. 

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Die elegante Moschee Masjed-e Shah mit unzähligen Mosaiken aus blauen Kacheln befindet sich am Kopf des Platzes. Sie ist seit ihrem Bau vor 400 Jahren unverändert.

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Den sechsstöckigen Palast Ali Qapu konnte ich mir aber ansehen. Mit 38 m Höhe und einer imposanten erhöhten Terrasse mit 18 schlanken Säulen, dominiert das Bauwerk diese Seite des Platzes.

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So, nachdem ich den ganzen Platz abgeklappert hatte, machte ich mich zu Fuß auf den Weg durch die Stadt. Einen kurzen Halt machte ich beim Chehel Sotun Palast (Palast der 40 Säulen). Beeindruckend war hier der große Saal mit Fresken, welche das ausufernde Hofleben und einige der großen Schlachten der Safawiden-Zeit darstellen.

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Auf dem Rückweg zum Hostel überquerte ich die Si-o-Se Pol Brücke welche nur für Fußgänger gedacht ist. Am Abend fuhr ich zu einer ähnlichen Brücke, da sich hier viele Iraner treffen und picknicken. Unter der Brücke treffen sich auch immer wieder Leute zum Singen.

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Ich nahm ein Taxi um zurück zum Hostel zu fahren. Das Gespräch mit dem Taxifahrer verlief zunächst wie immer: wie gehts, wo kommst du her.. dann begann das Thema sehr komisch zu werden: Im Iran bezeichnen sich manche Iraner als Arier, da es damals eine Volksgruppe gab, die sich so nannte. Jetzt wurde es interessant, denn er bezeichnete mich auch als Arier. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es als Deutscher nicht so clever ist, sich als Arier anzusehen. Auf den Hinweis, dass Hitler unzählige Menschen getötet hat, erwiderte er nur „aber keine Arier“. Etwas sprachlos verließ ich dann das Taxi und als letzten netten Abschiedsgruß rief er mir noch „Heil Hitler“ zu und lächelte. Andere Reisende bereichert mir später von ähnlichen Erlebnissen. 

Am Abend wollte ich eigentlich noch was essen gehen, aber ich konnte praktischer Weise im Hostel bleiben, denn zwei Mädels haben hier einen Kochkurs mit einer der Schwestern gemacht. Da viel übrig blieb, konnte ich mich hier satt essen. 

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20.10.2019

Nachdem ich einige Zeit in einem Reisebüro verbrachte um ein Busticket zu kaufen, fuhr ich zu einer weiteren Moschee hier in der Stadt. Die Jameh-Moschee ist mit 20.000 qm die größte im Iran.

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Nun ging ich an unzähligen Verkaufsständen im Basar entlang und traf hier zufällig auf Yves von den Philippinen der jetzt aber in Quatar lebt. Mit ihm war ich eigentlich später in unserem Hostel verabredet da wir zusammen was unternehmen wollten. Jetzt schloss ich mich ihm und seiner Führerin an und wir gingen in einem verrückten Teehaus etwas essen. 

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Beryan ist eine typische Speise hier in Isfahan. Auf einem Fladenbrot befindet sich gehacktes Lamm und dazu noch gehackte Lammlunge. Ich ließ die Lunge aber beiseite, darauf hatte ich nun wirklich nicht so viel Appetit.

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Wir fuhren zurück zum Hostel, sammelten Vikor aus Frankreich ein und stiegen am Soffehmountain aus. Hier ist ein kleiner, uralter Vergnügungspark der etwas in die Jahre gekommen ist. Das hielt uns aber nicht davon ab ein Fahrgeschäft zu fahren. Hmm, eine gute Idee war das nicht: Yves und ich fühlten uns danach nicht besonders gut. Die Iraner fanden es nämlich ganz lustig, uns etwas länger darin sitzen zu lassen und die Überschläge des Fahrgeschäfts konnten wir schon nicht mehr mitzählen..

Mit einer Gondel ging es nun gemütlich den Berg hinauf; zum Laufen waren wir zu faul. 

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Oben angekommen fing es schon langsam zu dämmern an und wir mussten noch zu Fuß weiter den Berg hinauf. Uns begegnete ein netter Iraner, der uns freundlicherweise den Weg zeigte. Wir gingen nicht bis ganz nach oben, da wir nicht im dunkeln den Rückweg antreten wollten. Die Sicht war aber auch von hier oben schon fantastisch.

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Medi, der Iraner, lud uns nach dem Abstieg zum Essen ein. Er hatte einen Gaskocher dabei und machte uns hier oben ein leckeres Omelette und einen Tee. 

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Am Abend fuhren wir nochmals zum Naqsh-e-Jahan-Platz um die Moschee beleuchtet zu sehen. Hier trafen wir noch einen Polen, den Yves von Teheran kannte. Zusammen gingen wir nochmals in das Teehaus um dort zu Abend zu essen. 

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21.10.2019

Nach dem Frühstück ging es zum Busterminal und von hier aus zum Glück nur eine Stunde mit dem Bus nach Koopayeh. In dem kleinen Ort gibt es eigentlich nichts zu sehen, aber hier befindet sich eine alte Karavanserei, die komplett renoviert wurde. Hier quartierte ich mich für eine Nacht ein und genoss ein wenig Luxus. Mit dem Hausmeister war ich direkt befreundet, obwohl sein englisches Vokabular doch sehr eingeschränkt war. Sein einziges Wort war „ok“, das natürlich durch die unterschiedliche Intonation verschiedene Bedeutungen einnehmen konnte. Er lud mich auch in sein Kämmerchen auf eine Tasse Tee ein.

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Da man wie gesagt hier nichts machen kann, unternahm ich am Nachmittag eine Tour. Ich hatte einen Fahrer und einen Guide (einen Hotelmitarbeiter) für mich alleine. Wir hielten zunächst an einem Taubenturm. Früher sammelten die Bauern zwei Mal im Jahr den Taubenkot um die Felder damit zu düngen. Im Turm gibt es ca. 8000 Löcher mit Platz für jeweils ein Taubenpärchen. Ohne Nachwuchs lebten also schon 16.000 Tauben in solchen Türmen. Noch heute riecht es ein wenig nach Taubenkot, unvorstellbar wie es damals hier drin gestunken haben muss. 

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Bei einem sehr netten Mann wurde mir gezeigt, wie man mit Hilfe eines Dromedars Mehl herstellt. Ein Selfie mit typischer Mütze musste auch noch sein. Zugegeben, ihm steht die Mützenbesser als mir..

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Nach einer kleinen Stärkung (mein Guide kaufte uns Safraneis) ging es nun zu Sanddünen. Meine erste Wüstentour war ja echt unterirdisch, aber heute gab es mehr als nur ein paar Dünen zu sehen. Dass die Sonne schon recht tief stand war perfekt, denn so warfen die unterschiedlich großen Sanddünen tolle Schatten.

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Den Sonnenuntergang wollten wir uns am Salzsee ansehen. Auch hier sah die Landschaft überhaupt nicht so aus wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber das lag ganz einfach daran, dass hier das Salz abgetragen wird und dadurch kleine mit Wasser gefüllte Teiche entstehen. Wir ließen es uns nicht nehmen und wateten barfuß durchs Salzwasser. 

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Zurück in der Karawanserei saß ich mal wieder ganz alleine im Restaurant und ließ mir mein Chicken-Kebab schmecken. Anschließend stellte ich den Hotelmanager auf eine harte Probe, denn er sollte mir ein Ticket für die morgige Weiterfahrt organisieren. Ich war tatsächlich der erste Touri, der von hier aus nach Khur reisen wollte. Aber nach ein paar Telefonaten mit dem Busterminal in Isfahan war die Sache geritzt und der Bus sollte mich am nächsten Tag im Ort einsammeln. 

 

22.10.2019

Bis der Bus um 15 Uhr eintraf, habe ich nicht wirklich viel tun können außer mich in meinem Zimmer und im Hof wohlfühlen. Der Bus hielt tatsächlich im Ort und hatte mein Ticket auch mit dabei. Nun fuhren wir knapp vier Stunden bis ich im dunkeln in Khur ankam. Mit dem Taxi ging es dann nochmals 30 Minuten bis nach Garmeh. Auf diesen Ort habe ich mich schon sehr lange gefreut, denn es handelt sich hier um eine Wüstenoase. Das Dorf ist schon 1500 Jahre alt und die Häuser sind alle aus Lehmziegeln gebaut. Genau in solch einem Haus wollte ich mich für zwei Tage einquartieren. 

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In der Unterkunft hatte ich mein eigenes Zimmer und schlief ganz traditionell auf dem Boden. Ich lernte beim Abendessen zwei Französinnen und das deutsche Pärchen Julia und Joshua kennen. Letztere fragten mich, ob ich am nächsten Tag mit auf eine Wüstentour mit Übernachtung kommen möchte. Moment, da kamen doch schnell wieder nicht die besten Erinnerungen hoch. Übernachtung in der Wüste?? Zunächst lehnte ich ab, da ich solch eine Erfahrung nicht nochmals machen wollte. Aber was hatte ich zu verlieren? Es konnte ja eigentlich nur besser werden. 

 

23.10.2019

Nach dem Frühstück wurden wir von einem Taxifahrer abgeholt und fuhren zu einem kleinen Ort wo bereits drei Dromedare auf uns warteten. Nun ging es die nächsten zwei Stunden durch die Wüste und Joshua und ich merkten schnell, dass es sich nicht besonders bequem auf einem Dromedar sitzen lässt. 

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Mitten im Nirgendwo hielt unser Führer plötzlich an und wir durften absteigen. Cool, das gab uns die Gelegenheit für ein paar Schnappschüsse mit unseren Tieren.

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Naja, der Grund für das Absteigen war aber nicht der Fotostopp, sondern unser Führer verließ uns mit seinen drei Dromedaren. Er gab uns kurz zu verstehen, dass wir hier warten sollten bis uns Maziar, der Hostelbesitzer, mit dem Jeep abholen kommt. Äh ok, so standen wir die nächste halbe Stunde und warteten und warteten. Für den Notfall dass wir nicht abgeholt werden würden hatte Joshua aber schon vorgesorgt.

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Schließlich kam er aber und wir düsten querfeldein durch die Wüste. Auf einem ausgetrockneten Platz schlugen wir unser Lager auf. Genau so hatte ich mir das vorgestellt: Keine Straßen, keine anderen Touris, nur wir und die traumhafte Landschaft. Maziar machte schnell ein Feuer und es gab ein leckeres Mittagessen.

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Natürlich blieben wir nicht die ganze Zeit im Lager. Nein, wir fuhren auf die Dünen und wollten den Sonnenuntergang betrachteten. Leider war der Himmel aber so zugezogen, dass die Sonne gar nicht zu sehen war. Dennoch war die Aussicht einfach grandios.

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Als wir zurück waren, machten wir es uns am Feuer gemütlich. Maziar bereitete das Abendessen zu und wir genossen den Moment. So saßen wir beisammen, aßen Dromedarburger und hörten der Trancemusik zu, die eigentlich permanent im Jeep lief. 

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24.10.2019

Das mit dem Sonnenuntergang hat ja am Vorabend nicht so gut funktioniert. Deshalb wollten wir es zumindest mit einem Sonnenaufgang versuchen. Um kurz vor sechs Uhr klingelte mein Wecker und ich staunte nicht schlecht, als es schon recht hell in meinem Zelt war. Etwas panisch zog ich mich an und stellte sicher, dass auch die anderen beiden wach waren. Dann ging es die Anhöhe hinauf und wir warteten bis die Sonne sich blicken ließ. 

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Zufrieden ging’s zurück zu den Zelten. Da Maziar noch schlief (er hatte die Nacht im Freien geschlafen) nutzten wir die Zeit und bauten schon mal die Zelte ab. Als er dann schließlich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht war, gab es Frühstück. Dass Maziar so einiges drauf hat, konnte er jetzt wieder mal beweisen. Er musste kein neues Feuer anfachen, da das Feuer vom Vorabend immer noch aktiv war. Er hatte es einfach mit Asche bedeckt und somit das Feuer am Leben erhalten. Er verriet uns, dass er mit dieser Methode das Feuer bis zu drei Tage heiß halten kann. Wahnsinn! Während wir am Frühstücken waren, kamen auch noch etwas weiter entfernt ein paar Dromedare vorbei. Herrlich.

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Begleitet von entspannter Trancemusik fuhren wir zu einem beeindruckenden Canyon, durch den wir etwas später auch noch fuhren. Manchmal kann man hier im Frühling knietief im Wasser stehen. 

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Nach einem kurzen weiteren Halt ging es leider wieder zurück. Wenig später ließen wir Joshua und Julia an einer Kreuzung zurück, da sie in eine andere Ortschaft trampen wollten. Für mich ging es also alleine zurück in die Oase. Nach zwei tollen Tagen in der Wüste holte mich die Zivilisation schneller ein als gedacht. Bei der Ankunft im Ort stießen wir auf eine Busladung Touristen. Tja, manche machen eben nur einen Ausflug um einmal durch die Oase zu laufen und um dann wieder weiterzufahren. Ziemlich genervt lief ich auch durch die mit unzähligen Dattelpalmen bepflanzte Oase. Vor allem an der Quelle des Ortes sammelten sich die Touris. Schade, ich hätte das gerne in Ruhe genossen. 

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Da ich mich nicht lange mit der Menschenhorde beschäftigen wollte, zog ich mich zurück auf das Dach meiner Unterkunft und genoss den Blick über die Oase mit den dahinter liegenden Felsen. 

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Auch für mich ging es heute noch weiter: Ein Taxi brachte mich in die Wüstenstadt Yazd.

 

25.10.2019

5000 Jahre hat die Stadt Yazd bereits auf dem Buckel. Besonders viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten kann die Stadt nicht aufweisen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn die Stadt selbst ist hier das Sehenswerte. So schlenderte ich durch die verwinkelten Gassen, vorbei an den vielen Lehmziegelhäusern. 

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In der Stadtbücherei gönnte ich mir einen leckeren Cappuccino und konnte gleichzeitig die Aussicht vom Dach aus genießen. 

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Am Abend war ich erfreulicherweise mit Fuli zum Essen verabredet. Schön, dass sich unsere Wege hier nochmals kreuzten. Auf der Dachterrasse des Restaurants ließen wir es uns bei einer fantastischen Aussicht schmecken.

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26.10.2019

Mal wieder saß ich mehrere Stunden in einem zum Glück komfortablen Bus. Es ging nach Shiraz. Hier kam ich am späten Nachmittag an und hatte somit noch etwas Zeit um mir die Stadt anzusehen. Zunächst sah ich mir den wunderschönen Schrein „Aramgah-e Shah-e Cheragh“ an. Mittlerweile darf man aber nicht ohne kostenlose Begleitung das Gelände betreten. Mit dabei war ein älteres chinesisches Pärchen, das kein Wort Englisch sprach. Sie brachten den Guide an seine Grenzen, da besonders die Frau immer wieder verschwand und er sie einsammeln musste. 

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Nun sah ich mir noch den Basar an, trank ein Käffchen und aß an einem schönen Platz zu Abend. 

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27.10.2019

Ich wusste, dass Joshua und Julia heute mit dem Nachbus ebenfalls in Shiraz ankommen sollten. Was ich nicht wusste: Sie haben das selbe Hostel gebucht. Was die ganze Sache noch besser machte war die Tatsache, dass sie genau mein Zimmer bekommen sollten. Ich hätte um 12 Uhr auschecken und mein Gepäck in der Rezeption deponieren müssen, da ich am Abend mit dem Nachtbus in die Hauptstadt fahren würde. Die beiden hätten bis 14 Uhr auf ihr Zimmer warten müssen. Jetzt bot sich glücklicherweise eine Win-Win-Situation: Ich konnte meine Sachen bis zum Abend im Zimmer lassen und die beiden konnten viel früher ihr Zimmer beziehen. 

Nach dem Frühstück gingen wir los um die Stadt zu besichtigen. Dummerweise war heute ein Feiertag und die meisten Sehenswürdigkeiten geschlossen. So sahen wir die Festung nur von außen und die Gärten leider gar nicht. 

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Die berühmte Nasir-al-Molk-Moschee, bei Touris besser bekannt als die „Pink Mosque“, war allerdings geöffnet. Die beste Zeit um sie zu besichtigen ist am Morgen, denn dann scheint die Sonne durch das Buntglas und lässt den Raum in allen möglichen Farben erstrahlen. Nun, ich musste mich eben ohne diese Farbenpracht begnügen. 

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Ansonsten haben wir an diesem Tag nichts besonderes mehr gemacht. ich fuhr spät abends zum Busterminal und hatte eine lange Busfahrt nach Teheran vor mir. 

 

28.10.2019

Noch im Bus entschied ich spontan meine Reisepläne abzuändern. Ursprünglich hatte ich geplant, direkt nach der Ankunft in Teheran weiter ins Alamut-Tal zufahren. Hier wollte ich an Assassinenburgen entlang wandern. Die Wettervorhersage sah allerdings nicht besonders gut aus: Es sollte die ganze Zeit regnen. Also stornierte ich die Unterkunft und buchte für die restlichen Tage im Iran ein Hostel in Teheran. Die beste Idee war das allerdings nicht. Noch nie habe ich eine Stadt innerhalb kurzer Zeit so sehr gehasst wie jetzt. Ich hab schon von einigen Reisenden gehört, dass der Verkehr extrem sein soll. Doch dass mich der Verkehr so sehr belasten würde, hätte ich nicht gedacht. Es war extrem laut und die Luft war verpestet. Die Straße lebend zu überqueren ist echt eine Herausforderung, denn die Autos und die unzähligen Motorräder fahren wie die Bekloppten. Straßenregeln scheinen hier nicht zu existieren. Naja, übermüdet wie ich nach der langen Busfahrt war, habe ich mich in mein Zimmer zurückgezogen und einen Netflix-Tag gemacht. 

 

29.10.2019

So wirklich hat es mich auch heute nicht vor die Tür gezogen. Aber ich konnte ja auch nicht die ganze Zeit im Hostel bleiben. Also riss ich mich zusammen und wagte mich in die Großstadt. Da heute mal wieder ein Feiertag war, konnte ich den Besuch der Paläste direkt vergessen. Mit der Metro fuhr ich nach Darband. Die Metro ist ganz praktisch, falls man mal spontan etwas einkaufen möchte. Ständig laufen Verkäufer durch die Abteile und bieten alles Mögliche zum Verkauf an (Brillen, Gürtel, Socken, Snacks, Rasierer, Kopfhörer, Ladekabel usw.).

 Im Reiseführer stand, dass ein kleiner Vorort von Teheran perfekt zum Entspannen sei. Dort heißt es: „Dies ist einer der schönsten Orte in Teheran, um in Bergdorfambiente bei einem Tee oder einer Wasserpfeife zu entspannen.“ Hmm, als ich dort ankam, erwarteten mich jede Menge iranische Touris, die sich an den hunderten in den Hang gebauten Teehäusern und Restaurants entlang schlängelten. Im Bach sammelte sich der Müll und überhaupt war dies kein besonders schöner Ort. Vielleicht hätte ich länger durchhalten müssen und noch weiter nach oben gehen sollen, damit ich das Bergdorfambiente erreiche. Aber ich war so von dem ganzen Trouble genervt, dass ich den Weg wieder zurück gegangen und mit den Metro zum Hostel gefahren bin. 

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30.10.2019

Bevor ich den Iran verlassen sollte, wollte ich unbedingt noch zum Frisör gehen. Dies setzte ich heute in die Tat um und ließ mir in einem kleinen Barbershop die Haare und den Bart schneiden. Anschließend fuhr ich mit dem Taxi zu einer bekannten Fußgängerbrücke. Die mehrstöckige Tabiat-Brücke ist 270m lang und überquert einen Expressway um zwei Parks miteinander zu verbinden.

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Nun fuhr ich mit der Metro zurück ins Hostel und kaum war ich hier angekommen, fing es ziemlich stark zu regnen an. Also entschied ich mich den Rest des Tages hier zu bleiben. 

 

31.10.2019

Der letzte Tag im Iran war gekommen. Einerseits schade, da ich das Land wirklich klasse fand. Andererseits bedeutete dies auch, dass ich bald Sergio wieder sehen würde. Zunächst musste ich von Teheran nach Istanbul fliegen und hier mehrere Stunden warten, bis auch Sergio hier ankam. Obwohl wir unsere Handys nicht nutzen konnten, da es hier nur eine Stunde WLAN gab und ich die Stunde schon genutzt hatte, trafen wir uns nach kurzer Zeit zufällig im Abflugbereich :-)

Das Wiedertreffen wurde direkt mit einem Gläschen Wein gefeiert. Irgendwann nachts konnten wir schließlich unser Flugzeug nach Bangkok betreten. 

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Veröffentlicht in Iran

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Nicole 11/13/2019 20:57

Hi, wieder super interessant deinen Reisebericht und ich krieg wieder "Fernweh".
Jetzt genießt die Zeit zu zweit und ich freu mich schon drauf bald wieder weiter zu lesen???? finds übrigens super, dass du auf so vielen Bildern mit drauf bist... Macht das ganze irgendwie persönlicher und die Kids gucken auch schon begeistert mit, wo du überall rumtingelst????