Thailand

Veröffentlicht auf von Sebastien Vogt

01.11.2019

Ein neuer Monat, ein neues Land und noch eine Neuerung: Ich reise nicht alleine sondern mit Sergio! Im Flugzeug konnten wir ganz gut schlafen und kamen somit mehr oder weniger fit in Bangkok am Nachmittag an. Wir nahmen ein Taxi um zu unserer Airbnb-Wohnung zu fahren. Dummerweise ließ uns der Taxifahrer an einer falschen Adresse raus, sodass wir zunächst etwas planlos rumirrten und die Wohnung einfach nicht finden konnten. Dann aber fanden wir heraus, dass es die Adresse scheinbar zweimal gab. Also riefen wir wieder ein Taxi und fuhren zur richtigen Adresse. Ok, diesmal stimmte die Adresse auch. Jetzt mussten wir ja nur noch einchecken. Aber das sollte auch nicht so einfach vonstatten gehen. Die Vermieter waren nicht vor Ort und telefonisch haben wir sie auch nicht erreichen können. Aber immerhin antworteten sie mit etwas Verzögerung auf meine Nachrichten und irgendwann haben wir dann auch den Schlüssel zur Wohnung bekommen. 

Am Abend machten wir uns dann auf und fuhren in die Stadt. Und hier merkte ich, wie ich von einer Welt in eine andere Welt hineinkatapultiert wurde. Ausgehen und feiern im Iran ist grundsätzlich nicht so umsetzbar wie wir es gewöhnt sind. Naja und in Thailand bzw. Bangkok sieht das natürlich gaaanz anders aus. Hier wird einem in den Ausgehvierteln alles angeboten was man sich nur vorstellen (oder auch nicht vorstellen) kann. Mich hat das ziemlich angestrengt, von allen Seiten zu irgendwelchen Shows überredet zu werden, dazu die laute Musik der unzähligen Bars und das Gedränge in den Straßen. Irgendwann fuhren wir dann müde und erschöpft zurück zur Wohnung. 

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02.11.2019

Ach aufwachen ist ja nicht immer so schön, aber heute war es das definitiv. Endlich nicht mehr alleine morgens aufwachen! Und das für die nächsten zwei Wochen. Wirklich eilig hatten wir es nicht und so genossen es einfach lange im Bett liegen zu bleiben. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Zug in die Stadt rein, denn mit dem Taxi steht man oftmals im Stau und kommt nicht so vorwärts wie man sich das wünschen würde. Nun mussten wir noch einen Bus nehmen um zum Grand Palace zu kommen. 

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Da es sich um einen heiligen Ort handelt ist eine gewisse Kleiderordnung vorgegeben. Nicht so streng wie im Iran, aber kurze Hosen sind tabu. Ich hatte praktischerweise meine Trekkinghose an. Durch Reißverschlüsse ermöglicht sie es die Hosenbeine abzunehmen. Sergio hingegen hatte nur eine kurze Hose an und war darauf angewiesen, sich eine lange Hose zu besorgen. Praktischerweise kann man einfache Stoffhosen am Eingang kaufen. Der Haken an der Sache: die Hosen sind hässlich und nur in einer Einheitsgröße vorhanden. Zum Glück gab uns aber eine nette Mitarbeiterin den Hinweis, dass man außerhalb in verschiedenen Läden auch Hosen ausleihen kann. Wenig später konnten wir dann im neuen Outfit den Großen Palast betreten. 
Der Grand Palace war damals die offizielle Residenz der Könige. Eigentlich war Ayutthaya damals die Hauptstadt Thailands. Nachdem die Stadt durch die Birmanen zerstört wurde, ließ der damalige König den neuen Sitz in Bangkok errichten. 

Auf dem Gelände wimmelt es nur so von verschiedenen Gebäuden und Statuen. Egal in welche Richtung man seinen Kopf dreht, irgendetwas funkelndes erblickt man auf jeden Fall. Wir empfanden es schon als fast erdrückend, da hier scheinbar versucht wurde, so viel wie möglich auf einer begrenzten Fläche unterzubringen.

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Zu Fuß ging es weiter zum nahegelegenen buddhistischen Tempel Wat Pho. Die Hauptattraktion ist die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue. Es war gar nicht so einfach, die ganze Statue aufs Foto zu bekommen. 

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Neben diversen kleineren Gebäuden befinden sich auch vier Chedis auf dem Gelände, eine jede 42 Meter hoch und mit verschiedenfarbigen Mosaiken aus Kacheln bedeckt. 

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Da es anfing zu regnen, machten wir eine Zwangspause an einer Bushaltestelle. Zum Glück hielt der Regen nicht lange an und wir konnten mit dem Boot zum anderen Ufer des Flusses übersetzen. Hier befindet sich der Tempel Wat Arun. Leider waren wir etwas zu spät dran, denn der Tempel war schon geschlossen. Aber von außen konnte man auch einiges sehen. 

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Wir schipperten vom Tempel aus den Chao-Phraya-Fluss entlang und stiegen in der Nähe von China Town aus. Zunächst liefen wir menschenleere Straßen entlang und fingen schon an zu zweifeln ob wir denn hier richtig seien. Aber dann standen wir plötzlich in der Menschenmenge und wurden von den vielen Leuchtreklamen beleuchtet. 

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Wie es sich für Thailand natürlich gehört, kann man hier ziemlich verrückte Sachen machen. Eine davon ist es frittierte Insekten und Amphibien zu essen. Sergio konnte sich bei der großen Auswahl gar nicht entscheiden: Skorpion, Frosch, Maden, oder doch lieber Grillen? Er entschied sich schließlich für eine schmackhafte Heuschrecke. Ich war komischerweise gerade überhaupt nicht hungrig und verzichtete auf den Proteinsnack. 

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Von einer Sache hatte ich Sergio schon im Vorfeld vorgeschwärmt. Massagen!!! In Thailand kann man sich für neun Euro eine Stunde lang die Füße massieren lassen. Das wurde natürlich direkt ausprobiert.

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03.11.2019

Beim Check-In haben sich unsere Gastgeber ja nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Beim Check-Out sah das schon anders aus. Um elf Uhr klopfte ein Typ an die Tür und wollte die Wohnung sauber machen. Wir waren noch gar nicht angezogen und sind von zwölf Uhr ausgegangen.. Tja, er musste dann leider etwas warten. 

Am Abend mussten wir am Flughafen sein, da wir weiter in den Norden fliegen wollten. Die Zeit bis dahin verbrachten wir in Bangkoks Shoppingcentern. Das MBK ist wohl das bekannteste Kaufhaus, denn hier bekommt man so ziemlich alles was man sich vorstellen und kopieren kann. Die anderen Kaufhäuser bieten hingegen Markenklamotten zu den uns bekannten teuren Preisen an. Hier trafen wir auch unsere Freundin Britney..

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Mit dem Skytrain fuhren wir zum Flughafen und flogen nach Chiang Rai. In der Nähe des Nachtmarkts aßen wir zu Abend. 

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04.11.2019

Wir waren heute Touri, Taxifahrer und Guide in einem. Wir mieteten uns für den heutigen Tag jeweils einen Roller und machten die Straßen unsicher. Ein beliebter Ausflugsort ist das Goldene Dreieck. Hier grenzen die Länder Myanmar, Laos und Thailand aneinander. Getrennt bleiben sie durch den Mekong. In dieser bergigen Grenzregion war Opium lange eine wichtige Einnahmequelle für die hiesigen ethnischen Minderheiten.

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Ein beliebter Ausflugsort ist das Goldene Dreieck. Hier grenzen die Länder Myanmar, Laos und Thailand aneinander. Getrennt bleiben sie durch den Mekong. In dieser bergigen Grenzregion war Opium lange eine wichtige Einnahmequelle für die hiesigen ethnischen Minderheiten.

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Nun fuhren wir zur Monkey-Cave. Hier tummeln sich die Affen aber nicht in einer Höhle wie man vermuten könnte, sondern am Fuße der Treppe die man zum Höhleneingang hinaufsteigen muss. Die Höhle ist nicht besonders groß, aber der Eingang liegt in einer kleinen ansehnlichen Schlucht.

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Unsere Tour ging jetzt noch zu den Teeplantagen von Choui Fong. Die Sonne stand bereits recht tief als wir hier ankamen und somit leuchteten die Teepflanzen in einem kräftigen grün. Der Anblick war einfach herrlich. Im Besuchercafé machten wir es uns gemütlich und lauschten der Weihnachtsmusik. Äh bitte was? Nein, ich habe mich nicht vertippt. Die ganze Zeit lief Weihnachtsmusik! Keine Ahnung warum.. Aber somit habe ich Last Christmas dieses Jahr Anfang November in Thailand zum ersten Mal gehört. Vielleicht noch früher als viele im kalten Deutschland.

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Zurück in Chiang Rai gingen wir auf den Nachtmarkt, schlenderten an den Verkaufsständen entlang und aßen hier auf dem eigentlichen Nachtmarkt zu Abend.

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05.11.2019

Sergio schlief etwas länger und ich wollte mich an meinen Blog setzen. Daraus wurde aber nichts, denn ich verbrachte den Morgen die meiste Zeit am Telefon. Ich habe nämlich festgestellt, dass mir mehr als die Hälfte meines Sabbatjahrgehalts nicht ausgezahlt worden ist. Nach mehreren Telefonaten mit dem Finanzamt und der Zentralen Besoldungsstelle wusste ich zumindest warum: Ich war plötzlich in der schlechtesten Steuerklasse 6! Tja, ich hätte einen Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung für beschränkt einkommenssteuerpflichtige Personen stellen müssen. Dies hat die Frau von der Oberfinanzdirektion mir aber nicht mitgeteilt wie sie mir gegenüber zugeben musste. Jetzt weiß ich aber zumindest wie ich an mein Geld komme..

Die Roller hatten wir auch für diesen Tag zur Verfügung. Es ging aber erst am Nachmittag auf Entdeckungstour. Zunächst fuhren wir zum „White Temple“. Er stammt von einem erfolgreichen thailändischen Maler, Chalermchai Kositpipat. Mit 42 Jahren beschloss er, mit dem durch seine Malerei verdienten Vermögen ein einmaliges buddhistisches Kunstwerk zu errichten. Wat Rong Khun ist nicht einfach ein Tempel, es ist ein Arrangement von Gebäuden und Plastiken, beeindruckenden Kunstwerken. Durch die weiße Farbe der Mauern und vieler Fenster wirkt der Tempel ungewöhnlich. Weiß ist eine traditionelle Farbe der Trauer in Thailand, hier aber wird sie als Buddhas Reinheit interpretiert und im Glas als Buddhas Weisheit, die hell „über der Erde und dem Universum scheint“. Die Brücke symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Der kleine Halbkreis davor steht für die Welt des Menschen. Der große Kreis mit Fangzähnen steht für den Mund des Mara (Buddhismus), die Herausforderungen des Lebens auf der Erde. Die Malereien im Innen des Ubosots, der Versammlungshalle der Mönche, sind in goldenem Ton gehalten. Die Wände, der Fußboden und die Decke zeigen Anspielungen auf die Versuchungen, die vor dem die Welt überwindenden Zustand stehen. So sieht man z.B. etliche Figuren aus der Film- und auch Musikwelt (Neo aus "Matrix", Darth Vader, Michael Jackson, das brennende World Trade Center, Freddy Krüger usw.). Ein wirklich verrückter, aber sehr interessanter, Ort.

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Nach der Farbe Weiß kam nun die Farbe Schwarz. Wir düsten zum „Black House“, das dummerweise genau dann schloss als wir um 17 Uhr eintrafen. 

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Die Farbe Blau enttäuschte uns aber nicht. Der „Blue Temple“ war noch geöffnet und er hielt auch was der Name verspricht. Auch dieser Tempel ist eher ein Kunstwerk; kein Wunder, denn der Erbauer ist ein Schüler des Architekten Chalermchai Kositpipat. 

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06.11.2019

Für die nächsten zwei Tage haben wir eine Trekkingtour gebucht. Wir wurden mit einem Pick-Up abgeholt und fuhren erstmal zu einem Wasserfall den man nach einem kleinen Fußmarsch erreicht. Zwei Mädels aus Belgien waren auch mit dabei, sie haben aber nur einen Tag gebucht. Unser Guide war gut gelaunt, lachte viel (dazu später mehr) und zeigte uns hin und wieder interessante Dinge in der Natur. So z.B. wie man aus einem Bambusstück einen praktischen Selfiestick herstellt..

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Nach einer kurzen weiteren Fahrt hielten wir an einem kleinen Bach an wo wir schon unser Mittagessen zu uns nahmen. 

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Kurz darauf fing es heftig an zu regnen und wir mussten warten bis wir mit der eigentlichen Trekkingtour beginnen konnten. Aber so lange sind die Regengüsse zum Glück nicht und so konnten wir bald starten.

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Es ging vorbei an Feldern auf denen die verschiedensten Pflanzen angebaut wurden. Klar, Reisfelder war jetzt keine Überraschung. Interessant war da schon der Kautschukbaum. Man ritzt die Rinde an und kann dann die Flüssigkeit sammeln. 

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Wenig später verschwanden die Felder und wir wanderten durch Bambuswälder und vorbei an wild wachsenden Bananenstauden. Damit das Ganze auch schön spaßig wurde, hatten wir ständige Begleitung von herumschwirrenden Moskitos. Die Überquerung der Bäche machte da schon mehr Spaß.

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Irgendwann hatten wir die Tagesetappe geschafft und kamen an unserer Hütte für die Nacht an. Wir bekamen Tee, leckeres Obst und Klebereis mit Bananen gereicht. Tja, und dann fing es wieder an zu regnen. Die Mädels taten mir etwas leid, denn sie mussten nun durch den Regen zurück in die Stadt. Wir hingegen blieben in der Hütte und genossen es dem Regen zuzusehen. 

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Plötzlich stand unsere Guide vor uns und präsentierte stolz seine Pflanzen. Jetzt wurde uns auch so einiges klar...

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Unser Guide und dessen Vater kochten zum Abendessen Hühnchen, Gemüse, Reis und etwas leckeres aus Bananenfrucht und Ei. Hygienische Standards kann man hier vergessen. Ein Teller mit Essen wurde zur Seite gestellt und die Katze fing genüsslich an daran zu schnuppern und davon zu essen. Dieser Teller stand wenig später auf unserem Tisch.. Die Hauptspeise war das Hühnchen in einer Suppe. Vom Hühnchen waren neben Innereien auch noch die Hühnerbeine im Topf. Letztere habe ich nicht gesehen und von den Organen landete zum Glück auch nichts auf meinem Teller.

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Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile vor der Kochstelle und ziemlich früh gingen wir dann schlafen. Ein Moskitonetz beschützte uns zum Glück vor den fiesen Biestern und auf der Matratze ließ es sich ganz gut schlafen. 

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07.11.2019

Unser Guide hatte uns am Vorabend vorgeschlagen, dass wir um 09:30 Uhr frühstücken sollen. Das war uns viel zu spät da wir dachten, dass wir bestimmt zwischen 7 und 8 Uhr wach sein werden. Er hat dann 9 Uhr vorgeschlagen und wir wollten nicht unhöflich sein und haben die Uhrzeit akzeptiert. Schlussendlich haben wir doch länger geschlafen als gedacht und somit frühstückten wir doch gegen halb zehn.

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Heute mussten wir nicht so viel wandern wie am Vortag, aber durch den Regen war es nicht immer ganz einfach. In einer kleinen Hütte machten wir Rast und wir bekamen hier unser Mittagessen zubereitet. Wahnsinn was unser Guide alles so kann! Das Omelette wurde im Bambusrohr gekocht und die Nudeln, die er morgens zubereitet hatte, wurden in Bananenblätter über dem Feuer wieder aufgewärmt. Ach ja, das Feuer hat Sergio professionell angemacht.

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Nun mussten wir nicht mehr viel gehen, aber dennoch war Sergios Laune etwas im Keller. Vielleicht lag es daran, dass der Weg nun die meiste Zeit bergab ging, rutschig war und wir teilweise durch den Bambuswald geduckt gehen mussten. 

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Das Ende unserer Tour war eine Fahrt auf einem Bambusfloß. Die Strecke war nicht besonders lang, aber schnell kamen wir nicht vorwärts. Mit dem Ruder ist man eben nicht so schnell..

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Hier ein Video von der Tour

Zur Belohnung für die Strapazen gönnten wir uns am Abend eine Ganzkörpermassage. Sie war aber nicht wirklich entspannend, sondern teilweise recht schmerzhaft. 

 

08.-11.11.2019

Am Morgen nahmen wir den Flieger um in den Süden nach Phuket zu fliegen. Tja, was soll ich zu Phuket sagen? Ich wusste ja, dass das ein sehr touristischer Ort ist. Aber wie es dann hier in Wirklichkeit zuging, hat mich doch sehr überrascht. Es gibt hier gefühlte 100.000 Massagesalons und die hier arbeitenden Mädels haben jegliche Berührungsängste abgelegt. Sie sprechen einen nicht nur die ganze Zeit an „Massaaaaaage?“, sondern halten einen fest oder streicheln einen über die Schultern. Verhungert ist hier bestimmt auch noch kein Tourist, denn neben unzähligen Restaurants gibt es hier mindestens vier Mc Donalds, Burger King und andere Fastfoodketten. 

Positiv überrascht hat uns aber der Strand. Dieser ist sauber und man wird größtenteils nicht von fliegenden Händlern genervt. Einen tollen Sonnenuntergang hatten wir hier auch.

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Abends herrscht hier natürlich auch großer Betrieb. In einer Straße mit hunderten von Bars sammeln sich die Touris. Hier werden einem die verschiedenen Angebote aufgedrängt, da die Promoter ihre Schilder einem ständig ins Gesicht halten. In dieser Straße haben wir es nicht lange ausgehalten. 

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Die Abende haben wir immer in der Straße verbracht, welche eher unseren Geschmack traf. Preise für Getränke nicht ganz günstig, aber dafür bekam man qualitativ unterschiedlich gute Shows zu sehen. 

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Natürlich haben wir auch hier die eine oder andere Massage über uns ergehen lassen. Interessant war vor allem das Fußbad mit den vielen kleinen Fischen, die unsere abgestorbenen Hautschüppchen mit großem Appetit verspeisten. An das Kribbeln musste man sich erstmal gewöhnen. 

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11.11.2019

Heute verließen wir den ganzen Trubel in Phuket und fuhren mit der Fähre nach Koh Phi Phi. Spätestens seit dem Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio ist die Inselgruppe populär geworden und hat sich (leider) stark verändert. Die Insel wird nun von zahlreichen Touranbietern angesteuert und manche Bereiche der Insel sind komplett überlaufen. Spätestens wenn man in der Ton Sai Bay am Hafen anlegt, sieht man das ganze Ausmaß des Tourismus: Das Erste das ich sehe ist ein Burger King. Ernsthaft?? Muss das sein? Aber das ist ja noch nicht alles, ein McDonalds befindet sich natürlich auch auf der kleinen Insel. 

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Zum Glück haben wir unsere Unterkunft nicht hier gebucht, denn wir haben wenig Lust unseren Urlaub hier mit betrunkenen Vollidioten zu verbringen. Wir haben uns ein Resort gegönnt, welches am Loh Ba Kao Beach liegt. Hier geht es viel ruhiger zu, da hier die Preise der Unterkünfte recht hoch sind. Erreichbar ist dieser Ort nur mit dem Wassertaxi, denn Straßen geschweige denn Autos gibt es auf der Insel keine. Praktischerweise mussten wir für das Wassertaxi nichts bezahlen, da unser Hotel eins geschickt hatte. Da gerade Ebbe herrschte, konnte unser Longtailboat nicht bis an unser Resort heranfahren. Stattdessen mussten wir vorzeitig aussteigen und über den Strand laufen. Freundlicherweise wurde unser Gepäck von den Mitarbeitern getragen. Was ein Service...

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So nun aber mal zu unserem Resort: Man musste einige Treppenstufen hinter sich bringen um zu unserer Hütte zu gelangen da sie sich an einem Hang befindet. Vorteil: Eine traumhafte Sicht aufs Meer (und das sogar von unserem Bett aus!!!). Also hier haben wir wirklich alles richtig gemacht :-)

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Natürlich mussten wir all die Vorzüge des Resorts ausprobieren und deshalb befanden wir uns wenig später schon im Pool. 

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Am Abend spazierten wir zum Hauptstrand da hier das Fest Loi Krathong gefeiert werden sollte. Hier werden an einem bestimmten Vollmondtag kleine, selbstgebaute Flößchen ins Wasser gelassen. Das so gestaltete Floß wird mit den Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt. Sie haben die  Bedeutung, allen Ärger, Groll und alle Verunreinigungen der Seele loszulassen, so dass das Leben neu von einer besseren Warte aus begonnen werden kann. Naja, gefeiert wurde hier schon, allerdings von einer riesigen Resortanlage. Für mehr als 100 Euro hätten wir am Buffet teilnehmen können, eine Modenschau sehen und im Pool (!) die Flößchen schwimmen lassen können. Darauf haben wir aber gerne verzichtet und haben stattdessen im Restaurant gegessen. 

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Es wäre schon schön gewesen, die Feier mit Einheimischen erleben zu können. Auf dem Nachhauseweg haben wir immerhin zwei-drei Floße noch sehen können. Vor dem Schlafengehen, gingen wir bei Vollmondschein nochmals im Meer schwimmen. 

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12.11.2019

Den Tag ließen wir ganz entspannt angehen und haben nicht viel gemacht. Die Flut war zum Glück am Vormittag da und so konnten wir im Meer schwimmen und es uns gut gehen lassen. 

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Am Nachmittag wurden wir etwas aktiver und unternahmen einen kleinen Spaziergang zu einem nahegelegenen kleinen Strand. Auf dem Weg sahen wir plötzlich einen kleinen Babyaffen, der so zutraulich war, dass er auf Sergios Schulter Platz nahm (und das ohne dass wir etwas Essbares an uns hatten).

Bei mir wollte der Affe nicht so gerne bleiben.

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13.11.2019

Heute sollte uns ein langer Tag bevorstehen; länger als wir es uns gewünscht haben. Wir haben uns für vier Stunden ein Taxiboot gemietet um verschiedene Orte besichtigen zu können. Da gerade Flut war konnten wir direkt am Resort ins Boot einsteigen. Wir verließen die Hauptinsel Koh Phi Phi Don und steuerten die unbewohnt Insel Phi Phi Lee an. 

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Wir fuhren kurz an der Viking Cave vorbei und machten dann einen Stopp in einer traumhaft schönen Bucht. Auch wenn sich hier natürlich auch andere Wassertaxis befanden, konnten wir den Aufenthalt genießen. 

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Weiter ging es an den steilen Felsen entlang bis zur berühmten Maya Bay aus dem bereits erwähnten Film „the Beach“. Da die Masse an Touristen das Ökosystem stark geschädigt hat, wurde der Strand gesperrt und es ist nur noch erlaubt mit dem Boot in die Bucht einzufahren. 

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Einen kleinen Strand kann man aber noch betreten, allerdings muss man vom Boot aus hinschwimmen, was zum Glück nicht viele Touris machen. 

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Den letzten Stopp machten wir am Monkey Beach. Hier tummeln sich immer wieder Affen die sich von den Touris was zu essen erhoffen. Sergio scheint ein Affenflüsterer zu sein, denn plötzlich machte es sich ein Affe auf seiner Schulter gemütlich. Dieser versuchte Chips aus dem Wasser zu angeln, die dort herumschwammen. 

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Tja und dann biss der Affe in Sergios Hand. Nicht schlimm, aber eine kleine Wunde war zu sehen. Zunächst haben wir uns nicht viel dabei gedacht, aber am späten Abend beschlossen wir dann doch ins Krankenhaus zu fahren. Mit dem Boot ging es deshalb zurück zum Hafen und hier sollte es für Sergio schmerzhaft werden. Er bekam eine Spritze in die Schulter um gegen Tollwut geimpft zu werden. Dann folgten zwei Spritzen in den Unterarm um zu testen, ob er gegen einen bestimmten Stoff allergisch reagiert. Eine halbe Stunde später ging es dann richtig zur Sache. Mit mehreren Stichen wurde die Hand betäubt und dann kamen unzählige Einstiche um eine Flüssigkeit großflächig in die Hand zu spritzen. Den krönenden Abschluss machten zwei Spritzen in die Pobacken. Oh Mann, Sergio tat mir echt Leid!

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14.11.2019

Leider war es heute schon an der Zeit unser kleines Paradies zu verlassen. Wir fuhren mit der Fähre nach Krabi und von dort aus flogen wir nach Bangkok. Unser Hotel lag zufällig in der Nähe der Khaosan-Road welche eine weitere Partymeile Thailands ist. Hier gingen wir nur durch da sich hier eine kleine Klinik befand. Sergio ließ sich die Wunde desinfizieren. Ansonsten wollten wir hier keine Minute länger bleiben, da jede Bar die Musik so laut aufdrehte wie es die Lautsprecher zuließen. 

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15.11.2019

Heute war nicht unbedingt mein Vorzeigetag. Das Zeitmanagement stimmte überhaupt nicht, da wir recht spät aufgestanden sind. Dies führte zu schlechter Laune die ich leider an Sergio ausließ. Sorry nochmals! Mit erheblicher Verspätung machten wir uns per Zug auf den Weg nach Ayutthaya, der ehemaligen Hauptstadt Thailands. Hier angekommen haben wir uns von einem TukTuk-Fahrer drei Stunden rumfahren lassen. Dass wir viel zu viel bezahlt haben machte meine Laune nicht gerade besser. Wir besichtigten nacheinander einige Tempel, die es hier zur genüge gibt. 

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16.11.2019

Tja so schnell kann es gehen: Heute war schon unser letzter gemeinsamer Tag in Thailand. Glücklicherweise gingen unsere Flüge erst spät abends bzw. nachts, sodass wir doch noch ein bisschen was machen konnten. Sergio besorgte noch die letzten Souvenirs und dann fuhren wir mit dem Taxi zum höchsten Gebäude in Bangkok, dem Maha Nakhon. Den Sonnenuntergang haben wir leider knapp verpasst, aber die Aussicht von ganz oben war auch im dunkeln fantastisch. Besonderes Highlight ist definitiv der Glasboden, der einem schon weiche Knie beim Rüberlaufen bereiten kann. 

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Ja und dann mussten wir auch schon zum Flughafen. Hier mussten wir uns dann schon wieder leider verabschieden. Ich hatte zwar auch einen Flug etwas später, allerdings von einem anderen Flughafen aus. 

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