Südafrika

Veröffentlicht auf von Sebastien Vogt

06.02.2020

Heute war es an der Zeit Tansania zu verlassen und nach Kapstadt in Südafrika zu fliegen. Ich musste leider einen Umweg über Nairobi nehmen, da es keine Direktflüge zwischen Tansania und Südafrika gibt. Mit etwas Verspätung kam ich am späten Abend im Hostel an. 

 

07.02.2020

Ich wechselte heute meine Unterkunft da ich mir für meinen Geburtstag etwas gönnen wollte. Da es für den Check-In aber noch zu früh war, nutzte ich die Wartezeit mit ein paar Erledigungen. Es war definitiv wieder mal an der Zeit zum Frisör zu gehen, denn insbesondere mein Bart wucherte wieder ziemlich wild. Außerdem besorgte ich mir noch eine neue SIM-Karte. Mein Hotel liegt direkt am Greenmarket Square wo früher Sklaven verkauft wurden. Heute befindet sich hier der afrikanische Basar wo man etliche selbsthergestellte Souvenirs kaufen kann. 

Südafrika

Etwas seltsam war es aus dem Hotel zu kommen, denn direkt neben an haben sich etliche Flüchtlinge provisorische Unterkünfte auf der Straße gebaut. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden sie anfangs von der Kirche nebenan aufgenommen und sollten dann von Kanada aufgenommen werden. Aber aus irgendwelchen Gründen hat das dann nicht geklappt und nun leben sie hier auf der Straße. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Am Nachmittag ging ich zu Fuß zur V&A Waterfront. Kapstadts historischer, aber nach wie vor genutzter Hafen zieht ziemlich viele Touristen aber auch Stadtbewohner an. Hier gibt es eine Vielzahl an Restaurants, Läden und Bars. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

08.02.202

Mein Geburtstag! Danke nochmal an alle die an mich gedacht haben. Die anderen stehen jetzt leider auf meiner roten Liste..

Ich habe gestern schon in einer Bar reingefeiert und war relativ spät im Bett. Etwas unfit ging ich direkt am Greenmarket Square frühstücken. Hier versammelte sich plötzlich eine Gruppe von Kindern welche dann anfingen zu singen und zu tanzen. An sich ja ganz schön, aber nicht wenn das Ganze kein Ende nimmt, man einen Kater hat und eigentlich in Ruhe frühstücken wollte. 

Südafrika

Danach habe ich mich nochmal hingelegt und habe nichts besonderes mehr gemacht. Ich war an meinem Geburtstag selbst nicht in Feierlaune sondern fühlte mich seit langem recht einsam. Aber der Tag verging und am Abend gönnte ich mir noch ein leckeres Essen.

Südafrika

09.02.2020

Ich wechselte am Morgen meine Unterkunft, da ich nicht für jede Nacht so viel Geld ausgeben wollte. Ich bezog nun ein Apartment welches sogar einen Blick auf den Tafelberg und Devils Peak gewährte. Hier hätte ich direkt buchen sollen...

Südafrika

Am Mittag schloss ich mich einer Free Walking Tour an, welche ein bisschen die Geschichte Kapstadts beleuchtete. Wir sahen ein Stück der Berliner Mauer, ein Geschenk der Stadt Berlin anlässlich des Staatsbesuchs Nelson Mandelas im Jahre 1996. 

Südafrika

Ein Beispiel der Apartheid wurde anhand zweier Bänke deutlich: Eine Bank für ausschließlich weiße Menschen; eine andere Bank für alle anderen Menschen bzw. Nicht-Weiße. 

Südafrika
Südafrika

Der Company‘s Garden wurde anfänglich von der Niederländischen Ostindien-Kompanie als Anbaufläche für das Gemüse genutzt. Er war nötig, um all die Seefahrer mit Nahrung zu versorgen. Heute ist nur noch dieser schattige und üppig grüne Garten übrig, welcher heute hauptsächlich als Ort der Entspannung dient. 

Südafrika

Der Platz „Grand Parade“ ist vom Aussehen relativ unspektakulär. Geschichtlich betrachtet ist er hingegen äußerst wichtig: Hier bauten die Niederländer 1652 ihre erste Festung, hier wurden Sklaven verkauft und gezüchtigt, und hier versammelten sich die Menschenmassen, um Nelson Mandelas erster Rede an in Nation zu lauschen, die er als freier Mann nach 27 Jahren Gefängnis vom Balkon der Old Town Hall hielt. 

Südafrika
Südafrika

Den Nachmittag verbrachte ich an einem schönen Stadtrand. Leider war es ziemlich windig sodass ich ein ständiges Hautpeeling hatte. 

Südafrika
Südafrika

10.02.2020

Um mir die Stadt noch mehr ansehen zu können, besorgte ich mir einen Zweitagespass für die Hop-on-Hop-off-Busse. Es gibt mehrere Strecken die man nutzen kann. Zunächst fuhr ich die kleinste Strecke, welche die Innenstadt abfährt. Viele Orte habe ich gestern schon gemacht, aber das war nicht wirklich schlimm. 

Südafrika
Südafrika

Nun nahm ich die blaue Linie, welche die Stadt verlässt und die Umgebung Kapstadts abfährt. Die Strecke führt auch an der Küste entlang und bietet sehr schöne Ausblicke. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Am frühen Abend habe ich dann noch eine Hafenrundfahrt gemacht, welche im Preis enthalten war. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

11.02.2020

Wenn man in Kapstadt ist, kommt man natürlich nicht drum herum auf den Tafelberg zu gehen. Man kann über verschiedene Wege hoch wandern, aber es wird empfohlen nicht alleine zu wandern da man überfallen werden kann. Ich kaufte mir deshalb ein Ticket für die Gondel. Der Nachteil: ich wartete über eine Stunde bis ich in die Gondel einsteigen könnte. Zum Glück standen ganz nette Leute um mich herum mit denen ich mich unterhalten konnte. Irgendwann war es dann geschafft und wir fuhren nach oben. 

Südafrika
Südafrika

Wow, von hier oben hat man eine fantastische Aussicht, was natürlich zu erwarten war. Ich gönnte mir einen leckeren Aperol Spritz und genoss den Blick auf die Stadt und das Meer. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Auf dem Tafelberg spazierte ich noch ein wenig umher und bekam weitere tolle Ausblicke zu sehen.

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Nachdem ich wieder mit der Gondel heruntergefahren bin fuhr ich zur Wanterfront, von wo aus die Sunset-Tour startete. Wir fuhren mit dem Bus auf den Signal-Hill und bei einem schönen kühlen Bier sah ich die Sonne im Meer versinken.

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

12.02.2020

Ein Tagesausflug stand heute auf dem Programm. Mit einem Doppeldeckerbus fuhren wir zunächst zum „Cape Point“. Es ist ein Kliff am Südende der Kap-Halbinsel. Leider war hier ziemlich viel Nebel, sodass die Sicht nicht wirklich berauschend war...

Südafrika

Von hier aus spazierten wir einen Pfad entlang bis zum Kap der guten Hoffnung. Dieses ist jetzt vom Anblick her nicht besonders herausragend. Es handelt sich einfach nur um den südwestlichsten Punkt Afrikas. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Nun fuhren wir wieder eine Weile bis wir am Boulders Beach ankamen. Hier lebt eine Pinguinkolonie welche man sich anschauen kann. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

13.02.2020

Mein letzter Tag war relativ unspektakulär. Ich machte einen Waschtag und einige Erledigungen. 

 

14.02.2020

Ich flog heute nach Johannesburg und von da aus ging es mit dem Zug nach Pretoria. Ich habe für die nächsten zwei Wochen eine Campingtour gebucht. Das Vortreffen fand am Abend statt. Hier lernte ich die anderen Teilnehmer und den Guide kennen. Mein erster Eindruck: alle kommen entweder aus Australien, England oder Amerika (ok eine Deutsche ist noch mit an Bord). Aber anstrengend wird es schon, wenn alle anderen fließend Englisch sprechen. Ansonsten sind die Teilnehmer aber in Ordnung. Mit ein paar ging ich nach dem Meeting noch was essen. 

 

15.02.2020

Um sieben Uhr morgens mussten wir an unserem Truck sein und unsere Sachen verstauen. Praktischerweise sind wir nicht so viele Teilnehmer sodass wir ziemlich viel Platz für uns haben. Normalerweise finden über 20 Leute im Truck Platz; wir sind gerade einmal neun. 

Südafrika
Südafrika

Ziemlich lange saßen wir heute in unserem Truck, da wir bis zum Krüger Nationalpark fahren mussten. Aber einen ziemlich spektakulären Halt machten wir beim Blyde River Canyon. Dieser Canyon ist der drittgrößte weltweit und bietet einem fantastische Ausblicke. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Am frühen Abend kamen wir in unserem ersten Camp an, bauten unsere Zelte auf (jeder bekam sein eigenes Zelt) und saßen dann noch nach dem Abendessen eine Weile zusammen. 

Südafrika

16.02.2020

Um vier Uhr morgens riss mich der Wecker aus dem Schlaf. Eine Dusche machte mich halbwegs wach und nach einem kleinen Frühstück ging es mit einem Jeep zum Krüger Nationalpark. Die beste Zeit um Tiere zu sichten ist am Morgen. Es ging recht vielversprechend los, denn wir sahen innerhalb kurzer Zeit schon ein paar Büffel, Elefanten, Gnus und Nilpferde. 

Südafrika
Südafrika

Das Highlight des Tages sahen wir schon um halb acht morgens. Drei männliche Löwen saßen zusammen und verspeisten ein Gnu. Das Gnu haben wir aber nicht wirklich sehen können. Im Hintergrund hielt sich eine Hyäne auf, die wohl auf ihre Chance wartete um etwas von dem Gnu abzubekommen. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Natürlich bekamen wir auch hier einige Giraffen und Paviane zu sehen.

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Ein paar Vögel machten es sich auf einem Baum gemütlich und immer wieder kamen wir an vielen Impalas vorbei.

Südafrika
Südafrika

Antilopen bekamen wir zum Glück auch zu sehen.

Südafrika

Für den Abend haben wir einen Sunsetdrive gebucht in der Hoffnung, noch mehr Tiere sehen zu können. Anders als in der Serengeti oder im Ngorongoro Crater wo man nicht lange fahren muss bis man Tiere sehen kann, ist es aufgrund der Vegetation hier recht schwierig viele Tiere zu entdecken. Das Gras ist relativ hoch und überall stehen Büsche und Bäume. Unser Glück noch Leoparden oder Nashörner sehen zu können schwand von Minute zu Minute. Auf dem Sunsetdrive sahen wir nur Tiere die wir auch schon tagsüber gesehen haben (außer eine Eule welche auf einem Ast saß).

Südafrika

17.02.2020

Der Tag fing genau so an wie der gestrige auch: früh aufstehen, fertig machen und zum Nationalpark fahren. Auch wenn wir gestern schon recht viele Tiere zu sehen bekamen, herrschte ein wenig Enttäuschung vor. Dies lag vor allem daran, dass man eben lange Zeit fährt ohne auch nur ein einziges Tier zu sehen. Aber auch heute fing es recht vielversprechend an. Am Wegesrand lag eine Hyänenfamilie. Die Jungen tranken gerade gemütlich Milch und die Mutter lag entspannt herum.

Südafrika

Lange Zeit bekamen wir keine Tiere vor die Linse, außer ein paar Affen und Vögeln. 

Südafrika
Südafrika

Ich gab die Hoffnung schon längst auf, noch irgendwelche anderen Tiere sehen zu können, doch siehe da: eine Nashornfamilie hielt sich ziemlich nah an der Straße auf. Wow, sehr beeindrucken. Im Ngorongoro Krater haben wir zwar auch Nashörner gesehen, aber die waren ziemlich weit weg. 

Südafrika

Kurz bevor wir den Park verließen kamen wir nochmals in den Genuss ein paar Elefanten zu sehen. Ein ziemlich junges Elefantenbaby hielt sich immer in der schützenden Nähe der Mutter auf. 

Südafrika
Südafrika

Nach dem Abendessen sahen wir uns ein paar traditionelle Tänze an. Natürlich mussten wir auch mittanzen... Den restlichen Abend saßen wir bei einigen kühlen Bierchen zusammen.

Südafrika

18.02.2020

Am heutigen Tag verließen wir Südafrika und fuhren ins Königreich Swasiland. Wir mussten keine Zelte aufschlagen sondern bekamen unsere eigenen Zimmer in einer Holzhütte. Da wir in einem Nationalpark waren, liefen hier immer wieder Tiere vorbei. Keine gefährlichen, aber Warzenschweine, Affen und Impalas kamen immer wieder mal zu Besuch.

Südafrika
Südafrika

19.02.2020

Am späten Vormittag wurden wir von einem kleinen Dorf willkommen geheißen. Ein Dorfbewohner führte uns herum und erklärte uns die Sitten und Gebräuche seines Dorfes. Ungewöhnlich war, dass hier eine Frau das Sagen hat. Normalerweise wird ein Dorf von einem Mann regiert. Nach dem Tod des Häuptlings stand das Dorf vor einem Problem, denn es gab keinen männlichen Nachfahren. Normalerweise hätte man dann einfach einen anderen Mann zum Dorfchef erklärt, denn eine Frau als Oberhaupt kommt normalerweise nicht vor. Da die Ehefrau des verstorbenen Häuptlings jedoch eine Tante des Königs ist, gab es eine Ausnahme und deshalb regiert sie seit ein paar Jahren das Dorf.

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Im Alltag wird viel getanzt und gesungen und wir wurden direkt eingespannt und konnten unsere Talente unter Beweis stellen. 

Südafrika
Südafrika

Die HIV- bzw. Aidsrate ist in Swasiland ziemlich hoch und so kommt es leider, dass viele Kinder keine Eltern mehr haben. Sie finden hier ein zu Hause und leben in einem Heim zusammen. Über die mitgebrachten Spiel- und Schulsachen haben sie sich besonders gefreut. 

Südafrika

Am Nachmittag habe ich mich alleine auf eine kleine Wanderung begeben. Der Hippo Trail war einfach und dauerte gerade mal mit Pausen zweieinhalb Stunden. Leider gab es auf der Route außer einem Krokodil und einem Bock nicht wirklich viele Tiere zu sehen.

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

20.02.2020

Wir verließen Swasiland schon wieder, fuhren gen Süden und kamen im kleinen Küstenort Saint Lucia an. Oh nein, hier war es so schwül, man war permanent am Schwitzen. 

Am Nachmittag machten wir eine Flusskreuzfahrt um viele Flusspferde aus der Nähe betrachten zu können. Wir bekamen auch ein Krokodil zu sehen, aber es versteckte sich hinter ein paar Pflanzen sodass es nicht möglich war es zu fotografieren. 

Südafrika
Südafrika

21.02.2020

Wir blieben nur eine Nacht in Saint Lucia und fuhren weiter nach Durban, der drittgrößten Stadt Südafrikas. Während die meisten aus der Gruppe in die Shoppingmall direkt nebenan ging, nutzte ich das gute Internet des Hotels und arbeitete etwas an meinem Blog.

Am Abend gingen wir zusammen in ein Steakhouse essen und anschließend auf ein paar Getränke in eine Bar. 

 

22.02.2020

Der Tag stand uns heute zur freien Verfügung. Wir fuhren zunächst zu einem Markt, wobei wir hier nicht lange blieben. Wir spazierten anschließend die Strandpromenade, bekannt als Golden Mile, entlang und machten einen kleinen Abstecher zum Fußballstadion, welches extra für die WM 2010 gebaut wurde. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Während die anderen zurück zum Hotel fuhren, blieben Sophie und ich am Strand und genossen das Faulenzen. 

Südafrika

Am Abend gingen wir zusammen in die Shoppingmall um Bowling zu spielen. 

Südafrika

23.02.2020

Wir waren nicht wirklich traurig, Durban zu verlassen. Mit dem Truck ging es nun etwas nördlich in Richtung Lesotho. Wir hätten heute eigentlich mal wieder zelten sollen, aber da es die ganze Zeit leicht regnete, fiel die Entscheidung im Dorm zu schlafen nicht schwer. Gerne wären wir heute Nachmittag etwas spazieren gegangen, aber das Wetter sah wirklich nicht vielversprechend aus. So machten wir es uns im Hostel gemütlich, spielten Karten oder kamen mit anderen Hostelgästen ins Gespräch.

Südafrika

24.02.2020

Heute machten wir uns auf den Weg in das Land (oder eigentlich muss man Königreich sagen) mit dem höchstgelegenen Tiefpunkt: Lesotho. Ein Jeep stellte für den heutigen Tag unser Fortbewegungsmittel dar, da der Weg nicht geteert ist sondern im Gegenteil eher einer Buckelpiste gleicht. 

Südafrika
Südafrika

Unser eigentliches Ziel war der Sanipass. Dieser Gebirgspass in den Drakensbergen liegt 2873 m über dem Meeresspiegel. Uns boten sich unterwegs immer wieder spektakuläre Ausblicke, so z.B. auf die Zwölf Apostel. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

An einer besonders schönen Stelle legten wir eine Kaffeepause mit leckerem Bananenbrot ein. Auch hier konnten wir die tolle Aussicht genießen. 

Südafrika
Südafrika

Oben angekommen wurde mein Reisepass um einen weiteren Stempel ergänzt. Wenig später machten wir eine kleine Miniwanderung.

Südafrika

Unser Mittagessen nahmen wir in einer einheimischen Hütte zu uns. Es gab frisch gebackenes Brot, Bohnen und hmmm hab ich vergessen...

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Bevor wir die ganzen Höhenmeter wieder runter fuhren, ließen wir uns ein leckeres Bierchen in der höchst gelegenen Bar Afrikas schmecken.

Südafrika
Südafrika

Zurück im Hostel gab es ein leckeres Abendessen und den Abend verbrachten wir mit Dart, Beerpong und Tischtennis. In allen Disziplinen konnte ich leider nicht besonders glänzen.

Südafrika
Südafrika

25.02.2020

Wir verließen die Drakensberge und fuhren wieder mehrere Stunden mit dem Truck durch Südafrika. Unterwegs hielten wir in einem ganz neuen Nelson-Mandela-Museum. Dieses wurde an der Stelle gebaut, an welcher er damals verhaftet wurde (mitten im Nirgendwo). 

Ich selbst fand das Museum nicht so gut, da man nur mit Lesen beschäftigt war. So viel Text machte mich müde und irgendwann war ers mir einfach zu anstrengend. Aber ich denke, dass ich dennoch einige interessante Dinge erfahren habe. 

Südafrika

Am späten Nachmittag kamen wir schließlich in unserer Unterkunft an. Ein tolles Hostel, was definitiv einen Platz in meiner Top 3 verdient hat. Manche haben noch einen kleinen Spaziergang in der Umgebung gemacht, ich hingegen habe die freie Zeit zum Tippen und Telefonieren genutzt. Ach ja, wir haben tatsächlich mal wieder gezeltet! 

Südafrika
Südafrika
Südafrika

26.02.2020

Heute wurden wir so richtig aktiv! Das Tagesziel war der Tugela Wasserfall. Zunächst mussten wir zwei Stunden Busfahrt hinter uns bringen, bevor wir mit der Wanderung starten konnten. Schon am Anfang der Strecke boten sich spektakuläre Ausblicke. Egal wohin man schaute, es gab immer etwas zu sehen. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Anspruchsvoll war die Wanderung im Großen und Ganzen nicht. Nur ein Teilstück hatte es in sich, denn man musste ziemlich steil nach oben klettern. 

Südafrika
Südafrika

Oben angekommen musste ich erstmal verschnaufen und dann den überwältigenden Anblick verdauen. Also hier kann man wirklich schnell sprachlos werden. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika

Jetzt wurde die Wanderung besonders einfach, da wir uns oben auf dem Plateau befanden und es jetzt mehr oder weniger flach war. Wir kamen an ein paar Schafen vorbei und dann bot sich auch schon wieder das nächste Highlight: Der Tugela Wasserfall. Der fünfstufige Wasserfall erreicht eine Höhe von 948 Metern. Nur noch der Salto Ángel in Venezuela übertrifft diese Höhe. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Nun wanderten wir weiter bis wir auf eine Felswand stießen, die wir nur per Leiter hinabsteigen konnten. Manche kamen hier schnell an ihre Grenzen, aber mir hat das Heruntersteigen viel Spaß gemacht.

Südafrika
Südafrika

Nach zwei weiteren Stunden kamen wir wieder am Bus an und fuhren zurück zum Hostel. Diese Wanderung war definitiv eine der schönsten die ich bisher gemacht habe. 

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

27.-29.02.2020

Heute musste ich mich leider von der ganzen Gruppe verabschieden, da ich zurück nach Pretoria fahren musste. Die Gruppe machte sich hingegen auf den Weg nach Cape Town. Nach dem Frühstück fuhr der Truck ohne mich los und ich wartete kurz auf meinen Fahrer, der mich nach Pretoria bringen sollte. Ein letztes Mal sah ich den Truck wenig später auf der Straße.

Südafrika

In Pretoria machte ich die nächsten Tage nicht viel, außer die gewonnene Freizeit zu genießen. 

 

01.03.2020

Für die nächsten Tage mietete ich mir ein Auto und machte mich auf den Weg nach Rustenburg. Die Stadt habe ich mir nicht zum Besichtigen ausgesucht, sondern als Ausgangspunkt für die nächsten zwei Tage. Auf dem Weg machte ich noch einen Stopp am Hartbeespoort-Damm. Hier verbringen immer mehr Stadtmenschen ihre Wochenenden. Mit einer Gondel fuhr ich auf einen Aussichtspunkt und schlenderte ein wenig umher. Leider war der Himmel ziemlich bewölkt und die Aussicht deshalb nicht ganz so schön. 

Südafrika
Südafrika

02.03.2020

Ich stand heute recht früh auf und musste zunächst eine Stunde mit dem Auto fahren bis ich am Pilanesberg Nationalpark ankam. Am Eingangstor bezahlte ich die Eintrittsgebühr und versicherte, dass ich keinerlei Schusswaffen mitführe. Dann ging es auch schon auf Tiersuche, denn hier konnte ich mit meinem eigenen Auto auf Safari gehen! Auf unbefestigten Straßen ging es im langsamen Tempo voran. Zunächst zeigten sich gar keine Tiere aber wenig später sah ich einen Elefanten der gerade am Essen war. Leider waren zu viele Büsche und Bäume im Weg, sodass ich kein Foto machen konnte. Weiter ging die Fahrt und nur ein paar Minuten später war das Glück auf meiner Seite. Mehrere Nashörner grasten direkt am Straßenrand! So nah habe ich sie selbst im Krüger Nationalpark nicht gesehen. Die kleine Herde zog irgendwann weiter und auch ich machte mich wieder auf die Suche nach anderen Tieren.

Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika
Südafrika

Es verging wieder einige Zeit bis ich die nächsten Tiere sehen konnte. Lustigerweise traf ich wieder auf Nashörner: Dieses Mal auf eine Mutter mit ihrem Jungtier. Auch sie standen nur wenige Meter entfernt von mir. Ich war das einzige Auto und konnte die beiden Tiere in Ruhe betrachten. Ich ließ sicherheitshalber den Motor die ganze Zeit laufen, da die Mutter mich nicht aus den Augen ließ und ich im Falle einer Attacke schnell wegfahren wollte. Aber es ging alles gut und die Tiere grasten friedlich vor sich hin. Wieder ein toller Moment in der Natur!

Südafrika

Mein Mittagessen nahm ich im Parkrestaurant zur mir. Hier hielten sich auch ein paar Warzenschweine, zwei Gnus und eine Antilope auf. 

Südafrika
Südafrika

Am Nachmittag kam ich nochmals in den Genuss ein paar Flusspferde zu sehen. Aber mein Nachmittagshighlight war definitiv ein Elefant. Ich fuhr eine einsame Straße entlang und plötzlich kam mir ein Elefant auf dem Weg entgegen. Ich stoppte und überlegte kurz was ich machen sollte: a) Einfach warten und den Elefanten an mir vorbei gehen lassen, b) am Elefanten vorbeifahren oder c) Rückwärtsgang einlegen und Platz machen. Ich entschied mich natürlich für letztere Option da ich im Falle einer Konfrontation mit meinem kleinen Auto dumm dastehen würde.. 

Südafrika
Südafrika

03.03.2030

Auch heute fuhr ich zum Pilanesberg Nationalpark um hoffentlich weitere Tiersichtungen erleben zu können. Im Park nahm ich natürlich eine andere Route als am Vortag. Der heutige Tag war leider nicht so erfolgreich. Die Wege waren teilweise so schlecht, dass ich öfter mit dem Auto aufsetzte und ich befürchten musste, im Nirgendwo stecken zu bleiben. Aber zum Glück habe ich bzw. das Auto die Buckelpisten gut überstanden. Viele Tiere habe ich auch nicht gesehen aber deshalb heißt das hier auch „Game Drive“. Kurz vor Schluss durfte ich dann aber nochmal einen Elefanten sehen welcher auf einem Hügel stand und Pflanzen verspeiste. 

Südafrika

Nun ging es wieder zurück nach Pretoria, da ich am nächsten Tag Südafrika leider verlassen sollte.

Veröffentlicht in Südafrika

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post