Philippinen

Veröffentlicht auf von Sebastien Vogt

04.12.2019

Angekommen in Manila ging es mit dem Taxi zu meiner Airbnb-Unterkunft. Schnell sollte ich feststellen, dass die Stadt im Verkehr versinkt. Schnell kamen wir nicht voran und so dauerte die Fahrt wesentlich länger als ich gedacht habe. Dass ich nun auch wieder weiter südlich bin, merkte ich an der hohen Temperatur und an der Luftfeuchtigkeit.

 

05.12.2019

Manila hat mich überhaupt nicht gereizt und so verbrachte ich den Tag im Appartment. Schreiben und planen waren heute meine Hauptbeschäftigung. 

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06.12.2019

Es ging heute zurück zum Flughafen, allerdings nicht mit dem Taxi. Auf den Verkehr hatte ich keine Lust, deshalb nahm ich die Metro. Am Eingang finden Sicherheitskontrollen statt, die mich in der Durchführungsweise doch erstaunt haben. Die nette Dame wollte sowohl meinen kleinen Tages- als auch den großen Reiserucksack kontrollieren. Ihr Hilfsmittel war ein Holzstab mit dem sie 2-3 Mal im Rucksack rumstocherte. Effektiv erschien mir diese Vorgehensweise definitiv nicht. Leider fuhr die Metro nicht direkt bis zum Flughafen. Ich musste mir noch ein Tricycle besorgen (so etwas wie ein TukTuk). Schnell saß ich auch schon in einem nachdem ich mal wieder den Preis verhandeln musste. Der Fahrer schien sich auch gut auszukennen, denn er nahm eine Abkürzung durch eine echt heruntergekommene Gegend. Netterweise forderte er mich auf, mein Handy wegzustecken. Toll, mit einem echt miesen Gefühl saß ich nun im Tricycle und hoffte, dass alles gut gehen würde. Tat es dann auch zum Glück und wenig später waren wir wieder auf der Hauptstraße und dann auch bald am Flughafen. 

Der Flug nach Puerto Princesa dauerte nicht sehr lange. Puerto Princesa befindet sich auf der Insel Palawan im Westen der Philippinen. Hier wollte ich nur eine Nacht bleiben, da die schönen Orte der Insel im Norden liegen. Im Hostel lernte ich den Deutschen Max aus Hamburg kennen. Wir gingen zusammen etwas essen und später noch in einen Club, wo ich allerdings nur ein Bier trank.

 

 

07.12.2019

Ich hatte am Vortag nur die Fahrt in den Norden organisiert, wurde aber von Max und anderen Leuten aus dem Hostel davon überzeugt, noch einen Stop beim Underground River einzulegen. Definitiv eine sehr gute Entscheidung. Der Underground River gehört zu den sieben natürlichen Weltwundern (die  Iguazúwasserfälle gehören z.B. auch zu den Weltwundern). Es handelt sich um eine riesige Höhle, welche man nur per Boot betreten kann. Normalerweise fährt man eine halbe Stunde auf dem Meer bis zu einem Strand kurz vor der Höhle. Dann steigt man in ein Boot um die Höhle zu erkunden. Als wir jedoch ankamen hieß es plötzlich, dass keine Boote mehr fahren dürfen, da das Meer zu wild sei. Aber es gab zum Glück eine Alternative um zu den Höhlen zu gelangen: zu Fuß. Wenig später ging es dann die nächsten zwei Stunden zunächst am Strand und dann durch den Dschungel. Ich fand es super, so haben wir sogar noch ein bisschen Trekking machen können.

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Nass geschwitzt kamen wir bei den Höhlen an und mussten zunächst aufpassen, dass uns die Affen nichts klauen. 

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Dann konnten wir endlich im Boot Platz nehmen. Allein der Eingang der Höhle sieht durch die tolle Farbe des Wassers spektakulär aus. 

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Normalerweise finde ich Höhlen nicht so interessant, da oftmals die Höhle mit bunten Lichtern ausgeleuchtet wird und somit die Natürlichkeit verloren geht. Nicht aber hier: Nur der Bootsführer hatte eine Stirnlampe um uns durch die dunkle Höhle zu manövrieren. Ein Audioguide versorgte uns mit Informationen und somit war der Besuch der Höhle definitiv eine tolle Erfahrung. Immer wieder flogen Fledermäuse über unsere Köpfe hinweg. Gut, dass wir vorher den Tipp bekamen, stets den Mund zu schließen wenn wir nach oben schauen. Wie Fledermauskot schmeckt habe ich deshalb zum Glück nicht erfahren. 

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Den selben Weg gingen wir natürlich wieder zurück und wir schafften den Rückweg sogar in wesentlich kürzerer Zeit. Ein spätes Mittagessen wartete schließlich auf uns und am späten Nachmittag fuhren wir weiter in Richtung Norden. Ziemlich spät kamen wir in El Nido an.

 

08.12.2019

Obwohl ich mich in einem Partyhostel einquartiert habe, konnte ich ganz gut schlafen. Den Morgen verbrachte ich mit organisatorischen Aufgaben, aber am Nachmittag erkundete ich ein bisschen den Ort El Nido. Der lange Strand in El Nido bietet eine schöne Aussicht, aber hier baden kann man nicht wirklich. Das Wasser soll nicht besonders sauber sein, da vermutlich einige Abwässer hier eingeleitet werden. Vermutlich war ich deshalb auch einer der wenigen Menschen die es sich hier gemütlich gemacht haben..

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Am Abend ging ich mit den Spaniern Luis und Franco in einer Bar was trinken. 

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09.12.2019

Da der Strand hier ja nicht besonders zum Baden einlädt, habe ich mir einen Roller ausgeliehen um verschiedene andere Strände zu sehen. Am Lio Beach machte ich meinen ersten Halt. Hier war kaum etwas los und hätte es nicht leicht genieselt, hätte ich es mir für eine Weile gerne gemütlich gemacht.

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Aber ich beschloss weiterzufahren was sich wenig später rächen sollte. Aus dem leichten Nieselregen wurde in kurzer Zeit ein starker Regen und weit und breit fand ich keine Möglichkeit mich unterzustellen. Am Waldrand stellte ich mich dennoch unter einen Baum um immerhin ein klein wenig Schutz zu bekommen. 

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Klitschnass ging es weiter als der Regen zum Glück aufhörte. Aber so ganz war das Glück nicht auf meiner Seite, denn der Regen kehrte nach 15 Minuten zurück. Dieses Mal war ich zum Glück zurück auf der Hauptstraße und konnte mich in einem Shop unterstellen. Tja, hier verbrachte ich dann die nächsten eineinhalb Stunden da der Regen nicht aufhörte. 

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Endlich! Der Regen entschied sich aufzuhören und ich konnte weiter fahren. Ich wollte ja mehrere Strände anfahren, aber den Plan musste ich jetzt ändern. Ich machte nur noch einen Stopp am Nacpan Beach. Hier schien auch wieder die Sonne und ich entspannte mit Bier und Burger am Strand.

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Das Abendessen nahm ich mit Max am Strand ein und später traf ich mich nochmals mit Franco und Luis. 

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10.12.2019

Heute wechselte ich meine Unterkunft und zog direkt in die Stadt. Ich war nicht wirklich fit, da wir am Abend viel getrunken und in einer Disco gefeiert haben. Daher lieh ich mir abermals einen Roller aus und fuhr zum selben Strand wie am Vortag. 

 

11.12.2019

In El Nido werden vier verschiedene Tagestouren angeboten die praktischerweise bei allen Anbietern gleich viel kosten. Für den heutigen Tag entschied ich mich für die Tour C. In Sachen Organisation können die Leute hier definitiv noch etwas lernen. Um 08:45 Uhr sollte ich am Tourenschalter sein. Dann brachte mich eine Frau zum Strand wo ich dann ca. 20 Minuten rumstand. Schließlich ging es wieder zurück zum Büro und hier wartete ich nochmals 20 Minuten bevor wir dann wieder zurück zum Strand und diesmal aber zum Boot liefen. Nachdem das Militär unsere Tickets geprüft hatte, konnten wir losfahren. Die Zeit zum ersten Halt nutzten wir direkt mit einem kleinen Fotoshooting:

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Jetzt hielten wir auf der Insel „Helikopter Island“, den Namen verdankt die Insel ihrer Form (dies kann man allerdings nur erkennen wenn man über die Insel fliegt). Während die meisten Leute direkt anfingen zu schnorcheln, legte ich mich in den Schatten und machte es mir gemütlich. 

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Nach einer etwas längeren Fahrt kamen wir am Secret Beach an. Den Namen trägt er auch zurecht, denn er liegt gut versteckt hinter den Felsen. Um zum Strand zu gelangen, muss man durch eine kleine Felsöffnung schwimmen. Groß ist der Strand nicht, aber die Lage ist auf jeden Fall beeindruckend und besonders. Am Strand bin ich noch auf die wirklich scharfen Felsen geklettert und konnte den Strand auch von oben bewundern. 

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Unser Mittagessen sollten wir eigentlich am Strand zu uns nehmen. Doch da es anfing zu regnen kehrten wir zurück aufs Boot. Ich muss zugeben, auf keiner Tour die ich bisher gemacht habe, war das Essen vergleichbar gut und abwechslungsreich. 

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Spektakuläre Ausblicke warteten nun beim Matinloc Schrein. Dieser Ort war einst Heimat eines Konvent und einer Schule und ist heute verlassen. Wenn man die Felsen hochsteigt wartet eine fantastische Aussicht auf einen. 

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Letzter Stopp unserer Tour war beim Hidden Beach. Man erreicht ihn nicht durch eine Felsöffnung, sondern man muss an Felsen vorbei durch das Wasser schwimmen bzw. waten. Bei Flut ist der Strand nicht zu sehen, aber wir hatten Glück und die Flut war noch nicht ganz da.

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12.12.2019  

Eine andere beliebte Tour hier in El Nido ist die Tour A. Bis wir losfahren konnten dauerte es auch heute, allerdings lag es daran, dass der Motor Probleme bereitete. Irgendwann ging es dann aber los und auch hier begannen wir die Tour mit einem Fotoshooting, ich schätze mal dass dies auch bei den Touren B und D so gemacht wird. Wir hielten in der Big Lagoon wo wir uns ein Kanu mieteten. Ich teilte mir das Kanu mit Qua aus Malaysia. Die Lagune erreicht man durch einen flachen Kanal, danach kann man die durch hohe Karstfelsen begrenzte Lagune mit dem Kanu erkunden. 

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Später mussten wir durch eine Felsöffnung klettern um die Secret Lagoon zu betreten. Diese Lagune ist ziemlich winzig und das Wasser nicht so klar wie man es sonst so gewohnt ist. 

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Auch heute bekamen wir wieder ein echt gutes Mittagessen gereicht. Praktischerweise fahren immer wieder Typen mit dem Kajak vorbei und verkaufen Bier. Was will man mehr?

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Beim Seven Commando Beach machten wir den letzten Stopp. Hier könnte man auch durchaus einen ganzen Tag verbringen..

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Zurück in El Nido machten wir noch ein Gruppenfoto. 

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13.12.2019

Ich verließ heute die Insel Palawan und fuhr mit dem Speedboat nach Coron. 

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Dummerweise habe ich die Überfahrt schlecht geplant, denn ich kam am späten Nachmittag in Coron an und somit war der Tag eigentlich nur ein reiner Reisetag. Abends bin ich noch durch die Stadt gelaufen und bin in einem super schlechten Restaurant mit dem schlechtesten Service seit langem gelandet. Der Holländer vom Nachbartisch ist sogar aufgestanden und hat sein Essen komplett stehen lassen.

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14.12.2019

Heute saß ich wieder auf einem Motorroller, fuhr durch die Gegend und genoss den Fahrtwind. Ich hielt auch an einem Strand, aber bekannt ist die Insel Coron nicht für ihre Strände. 

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Am Nachmittag sollte ich dann mal wieder etwas Neues ausprobieren: Ein Ultraleichtflugzeug wartete auf mich! Ein tolles Erlebnis was ich gerne nochmal machen möchte. Die nächsten 30 Minuten verbrachte ich also in der Luft und konnte mir Coron und die Umgebung von oben ansehen. 

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15.12.2019

Coron ist bekannt für seine vielen versunkenen Wracks die man tauchend erkunden kann. Diese Option fiel ja leider für mich weg, deshalb buchte ich die „Ultimate Bootstour“.  Dass wir nicht das einzige Boot waren sollte sich schnell beim ersten Halt zeigen. Hier kam es zu einem richtigen Stau und ein Durchkommen schien unmöglich. Aus diesem Grund änderten wir die Route und machten unseren ersten Stopp im „Coral Garden“, ein idealer Ort um zu schnorcheln. Tja, hätte ich keine Löcher im Trommelfell wäre ich sicherlich auch in den Genuss der Unterwasserwelt gekommen. Aber ich musste leider auf dem Boot bleiben. 

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Cyc Beach ist ein kleiner weißer Sandstrand der sich auf einer kleinen Insel befindet. Hier trifft man nicht nur Touristen, sondern auch bei den Einheimischen ist dieser Ort beliebt.

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Das Mittagessen nahmen wir in einer Holzhütte zu uns. Hier liegt auch ein Wrack auf dem Meeresboden welches man auch sehen kann wenn man schnorchelt. 

Twin Lagoon ist wieder mal eine riesige türkisfarbene Wassermenge welche durch riesige Karststeinfelsen begrenzt wird. Beide Lagunen sind durch eine Felswand getrennt und der einzige Weg um die zweite Lagune zu erreichen ist durch eine kleine Öffnung zu schwimmen. Wem das nicht gefällt, kann aber auch eine Holztreppe nutzen um auf die andere Seite der Mauer zu gelangen.

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Den Barracuda Lake haben sich nicht alle angesehen da man hier den Eintritt extra zahlen muss. Das Seewasser ist wieder sehr klar und der See wird deshalb gerne von Anfängertauchern genutzt.

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Mein Highlight war definitiv der Kayangan Lake. Der See bietet das klarste Wasser der ganzen Philippinen. Erreichbar ist der See nur über eine Treppe. Aber eigentlich hat mich die Aussicht über die Bucht mehr beeindruckt als der See selbst. 

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16.12.2019

Es ging heute leider wieder zurück nach Manila. Ich hatte an der LRT-Metrostation ja schonmal eine seltsame Sicherheitskontrolle kennen gelernt. Heute aber sollte diese Erfahrung noch erweitert werden. Alle Leute mussten durch einen Metalldetektor gehen und das Gepäck wurde, wie am Flughafen, geröntgt. Naja, nicht ganz wie am Flughafen, denn das Röntgengerät war nur für kleines Handgepäck konzipiert. Ich stand nun aber mit all meinem Gepäck da und fragte die beiden Frauen was ich mit dem großen Rucksack tun solle. Sie waren davon überzeugt, dass der Rucksack durch die Öffnung der Maschine passen würde. Also musste ich den Rucksack auf das Band legen und die Frauen begannen verzweifelt den Rucksack in die Öffnung zu drücken. Ich schaute mir das nicht lange an und machte ihnen klar, dass das definitiv nicht gehen würde. Tja, als die Damen den Rucksack dann wieder rausholen wollten, hatte sich dieser schon im Inneren verhakt. Ziemlich genervt befreite ich schließlich den Rucksack und war froh, dass er keinen Schaden davongetragen hatte. Da ja Sicherheit hier sehr groß geschrieben wird, musste mein Rucksack ja dennoch untersucht werden. Nach zehn Minuten Wartezeit kam ein Sicherheitsmann, er zückte seinen Holzstock und die lächerliche Prozedur begann von vorne: Rucksack auf, Holzstock reinhalten und fertig. 

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17.12.2019

Mein Rückflug war erst am frühen Abend und somit hatte ich noch bis zum Nachmittag Zeit, bevor ich zum Flughafen fahren musste. Auf Besichtigungen hatte ich immer noch keine Lust in dieser chaotischen Stadt. Ich durfte freundlicherweise den Hotelpool auch nach dem Check-Out nutzen und so lag ich auf dem Hoteldach und genoss die letzten wärmenden Sonnenstrahlen bevor es ins kalte Deutschland zurück ging. 

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Alexa 01/21/2020 21:01

Das ist nach meinem Geschmack! Da will ich hin... halt die Ohren steif! ????