Taiwan

Veröffentlicht auf von Sebastien Vogt

17.11.-19.11.2019

So, mal wieder alleine unterwegs und zwar in Taiwan. Der Flug nach Taipei dauerte nicht wirklich lange. Wie jedes mal nach der Ankunft in einem neuen Land besorgte ich mir eine SIM-Karte und hier war wurde mir mal wieder bewusst, wie sehr Deutschland in Sachen mobiles Internet hinterherhinkt. HIier in Taiwan gibt es kein beschränktes Datenvolumen! Man kann so viel surfen wie man möchte! Wenn ich bedenke, dass ich mal einen Vertrag mit 300 Mb im Monat hatte!! Nach einer Fahrt mit der Metro und einem Taxi stand ich vormittags im Hotel und konnte aber leider noch nicht einchecken. Ich musste mehrere Stunden warten, da der Check-In erst um 15 Uhr sein sollte. Naja, ich erkundete dann eben die nähere Umgebung und sah mir einen Film im Kino an.

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Die nächsten zwei Tage habe ich es ruhig angehen lassen. Ich habe mich meinem Blog gewidmet, aber auch ein bisschen die Stadt erkundet. Das Highlight, Asiens höchstes Gebäude, sparte ich mir für später auf, da das Wetter nicht wirklich schön war. 

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20.11.2019

So sehr wurden meine Reisepläne noch nie vom Wetter beeinflusst. Das Wetter sah für den ganzen Norden Taiwans jeden Tag gleich aus: Regen! Ich wollte hier eigentlich etwas länger bleiben, aber änderte meine Pläne aufgrund des Wetters. Es ging deshalb mit dem Zug in den Süden des Landes, genauer gesagt nach Kaohsiung, Taiwans zweitgrößte Stadt. 

 

21.11.2019

Zunächst habe ich mir die Formosa-Metrostation angesehen, da hier der italienische Glaskünstler Quagliata eine Lichtkuppel installiert hat. 

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Nun ging es per Metro weiter zum Lotussee. Bekannt ist er wegen der etwa 20 Tempel an seinen Ufern. Ich habe mir keinen dieser kitschigen Tempel angesehen, sondern habe mich mit der Drachen- und Tigerpagode begnügt. Diese erstrecken sich hinaus auf den See und wenn man zuerst durch den Drachen hinein und durch den Tiger wieder hinausgeht, bringt es Glück.

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Zum Schluss sah ich mir noch den Hafen an da man am Pier 12 scheinbar Kunstwerke bestaunen kann. Naja, umgehauen hat mich das hier nicht. Die Sicht auf die Hochhäuser der Stadt war aber ganz nett. 

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22.11.2019

Heute setzte ich auf die Insel Liuchiu über. Zunächst musste ich aber einen Bus nehmen und nach Donggang fahren. Dummerweise habe ich meine Kappe (naja die eigentlich Sergio gehört) im Bus liegen lassen. Zum Glück war ein Adidas-Outlet direkt um die Ecke und so hatte ich wenig später eine Ersatzkappen organisiert. Dann konnte ich zum Hafen laufen und scheinbar hat sich es ausgezahlt, am Vortag durch die beiden Pagoden gelaufen zu sein. Ich konnte ein Ticket kaufen und das Speedboot fuhr direkt im Anschluss nach. Keine Wartezeit also! 

Die Überfahrt dauerte nur knappe 30 Minuten. Auf der Insel angekommen suchte ich mir eine Unterkunft. Die nette alte Dame sprach zwar kein Englisch, aber wie so oft klappt es ja dann doch meistens irgendwie mit der Verständigung. 

Die Koralleninsel ist so klein, dass ich sie in weniger als drei Stunden zu Fuß umrundet habe. Die meisten Besucher leihen sich einen Motorroller und benötigen dann nur 30 Minuten für die Umrundung. Eine besonders tolle Überraschung wartete kurz nach dem Start auf mich. Ich ging hinunter zum Strand und sah viele Menschen im Wasser herumschnorcheln. Dann sah ich aber, dass einige Leute an Land standen und mit ihrem Handy aufs Wasser zeigten. Hmm, irgendwas schienen sie zu fotographieren. Daher schaute ich mal genauer ins Wasser und siehe da, einige Suppenschildkröten ließen sich im Wasser treiben. 

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Nun ging es mit einigen Stopps weiter um die Insel rum. Im Dunkeln kam ich dann wieder am Ausgangspunkt an.

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23.11.2019

Spontan verlängerte ich heute um eine Nacht, da ich mir die Insel nochmal mit dem Roller ansehen wollte. Das Ausleihen war relativ einfach, jedoch haben die hier wohl noch nie etwas von einer Versicherung gehört. Als ich nach einer fragte bekam ich nur ein Kopfschütteln zu sehen und die nette Frau sagte lediglich „careful, careful“. So fuhr ich dann eben ohne Versicherung herum und vertraute auf meine Fahrkünste.

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Die Black Dwarf Cave sah ich mir als erstes an. Es handelt sich nicht wirklich um eine Höhle, sondern um ein Labyrinth aus Lavafelsformationen, durch das sich ein Fußgängerweg windet. 

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Ich wollte auch ein bisschen schwimmen gehen und hielt deshalb an einem Strand an, den ich bereits gestern aus der Ferne gesehen habe. Schwimmen war hier leider verboten, da es schon mehrere tödliche Badeunfälle gab. Als kleines Trostpflaster fragte mich aber ein Fan um ein Foto mit mir. Erinnerungen an China wurden wach..

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Einen kleinen Spaziergang machte ich noch auf einem Holzsteg vorbei an bewachsenen Felsen. 

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24.11.2019

Ich nahm heute früh am Morgen das Speedboat zurück zum Festland und nahm dann einen Bus um weiter in den Süden des Landes zu fahren. In Kenting angekommen betrat ich das Hostel und musste feststellen, dass scheinbar keine anderen Gäste da sind. Für den Check-in war es noch zu früh, deshalb besorgte ich mir einen Roller und fuhr zum Little Bay Beach. Nach einer riesigen Portion Pommes entspannte ich im Schatten am Strand. 

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Zurück im Hostel stellte sich heraus, dass es doch einige Gäste gab, die natürlich tagsüber etwas unternommen haben. Eigentlich wollte ich an meinem Blog weiterschreiben, aber irgendwie landete ich plötzlich mitten in einem Trinkspiel. Naja, schlussendlich saß ich mit sehr netten Leuten bis halb vier zusammen. 

 

25.11.2019

Tja, zunächst wurde mal ordentlich ausgeschlafen. Alle anderen waren schon weg, als ich mich endlich unter die Lebenden wagte. Zur weiteren Erholung fuhr ich an den selben Strand vom Vortag. 

Am Abend ging ich mit mehreren Leuten essen. Auf der Speisekarte stand „Hot Pot“. In diesen Pot wurde alles mögliche rein geschmissen, u.a. Fisch, Pilze, Nudeln und Bacon. War ok, aber gehört nicht zu meinen Lieblingsgerichten.

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Abends saßen wir wieder in etwas anderer Konstellation zusammen, diesmal aber nicht so lange wie am Vorabend. 

 

26.11.2019

Aller guten Dinge sind drei und deshalb machte ich heute wieder einen Strandtag, heute aber an einem anderen Strand. 

 

27.11.2019

Es wurde mal wieder Zeit etwas anderes zu unternehmen. Aus diesem Grund schwang ich mich auf den Roller und fuhr in der Gegend herum. Den ersten Halt machte ich am südlichsten Punkt von ganz Taiwan. 

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Danach ging es an der Küste entlang. Heute war es sehr windig und so kämpfte ich ständig mit meinem Roller gegen Windböen an. Aber der Kampf lohnte sich, denn ich bekam immer wieder schöne Ausblicke zu sehen. 

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Am Abend machte ich nochmal einen Stopp am Strand um den Sonnenuntergang zu sehen. 

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28.11.2019

So langsam musste ich mich wieder dem Norden zuwenden und so nahm ich den Bus und Zug nach Hualien. Dummerweise habe ich beim Umsteigen nicht auf die Station geachtet und bin deshalb am falschen Bahnhof ausgestiegen. Als ich es eine Stunde später bemerkte war es aber schon zu spät. Den Anschlusszug mit einem festen Sitzplatz habe ich leider verpasst. Aber ich konnte immerhin mit dem selben Ticket einen späteren Zug nehmen. Hier hatte ich aber keinen Anspruch auf einen Reservierten Sitzplatz. Zweimal musste ich deshalb den Platz wechseln da immer wieder Leute einstiegen. Lustiger Weise saß Janina (die ich in Kenting kennen gelernt hatte) auch im Zug, aber das merkte ich erst als wir in Hualien ausgestiegen waren. Am Abend gingen wir zusammen zum Nachtmarkt und probierten unterschiedliche Speisen aus. 

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29.11.2019

Nach so vielen gemütlichen Tagen am Strand und auf dem Roller musste ich endlich mal wieder was richtig aktives machen. Und daher verbrachte ich den Tag im Taroko-Nationalpark. Hier gibt es unterschiedliche Trekkingwege die vom Schwierigkeitsgrad und von der Dauer sehr unterschiedlich sind. Ich entschied mich für einen Trekk der 4-5 Stunden dauern sollte. Es ging stets am Wasser entlang, in einer schönen Schlucht. 

Nach einer Stunde kam ich am Wendepunkt an, da es sich nicht um einen Rundkurs handelte. Hmm, wie kommen die bitte auf 4-5 Stunden??? Auf meiner Karte sah ich aber, dass man auch noch weiter wandern kann. Wie es der Zufall wollte, kam wenig später eine Deutsche an die sich mir anschloss. Beatrice und ich  trafen auf der ganzen Wanderung nur zwei Leute. Das lag wohl daran, dass es direkt steil nach oben ging. Aber die Anstrengung lohnte sich. 

Wie war das doch gleich: Wenn es hoch geht muss es auch wieder runter gehen. Ja das haben wir auch feststellen müssen. Wir kletterten mehr als dass wir gingen, aber irgendwann kamen wir wieder an der Hauptstraße an. Die ganze Zeit im Wald haben wir keine Tiere gesehen, aber an der Straße konnten wir ein paar Affen im Baum sitzen sehen. 
Hier ein Video unserer Wanderung:

30.11.2019

Heute Nacht habe ich fast kein Auge zugemacht. Einen Grund dafür gab es eigentlich nicht und die Voraussetzung für einen guten Schlaf waren ja auch gegeben, schließlich bin ich ja viel gewandert. Ich wollte heute nochmal in den Nationalpark fahren, aber da ich echt kaputt war, blieb ich im Hostel und ruhte mich hier weiter aus. Am Abend bin ich mit einem Taiwaner was essen gegangen. 

 

01.12.2019

Auch diese Nacht konnte ich fast nicht schlafen. Ziemlich übermüdet nahm ich am Vormittag den Zug nach Taipei. Mein Hotel war nicht weit vom Hauptbahnhof, aber es zu finden war eine echte Herausforderung. Ein Schild am Eingang hätte einiges leichter gemacht. Obwohl ich nicht in bester Verfassung war, fuhr ich zum Taipei 101, Asiens höchstes Gebäude. Naja eigentlich fuhr ich zum Elephanthill, da man von hier aus eine tolle Sicht auf die Stadt und den Wolkenkratzer hat. Viele Stufen führen den Berg hinauf und ein ganz besonders motivierter Taiwaner erklomm den Berg auf seine Weise..

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Eine andere Perspektive auf das Hochaus bekam ich auf dem Weg zurück zur Metrostation. 

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02.12.2019

Unternehmungslustig war ich heute überhaupt nicht. Nur am Abend unternahm ich eine kleine Runde auf dem nahegelegenen Nachtmarkt. Was mir an den Nachtmärkten überhaupt nicht gefällt ist der ständige Geruch des Stink-Tofus. Es ist ein sehr penetranter Geruch der fast den ganzen Nachtmarkt dominiert. 

 

03.12.2019

Meinen letzten Tag wollte ich nicht nochmal mit Rumgammeln verbringen. Deshalb spazierte ich heute nochmal durch die Straßen Taipei’s. Es ging vorbei am Nord Gate und dann in den Friedenspark mit einem Denkmal zum Vorfall des 28.02.1947 bei dem 5000-28.000 Taiwanesen massakriert wurden. 

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Weiter ging es zur Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle. Dieses gewaltige Denkmal wurde zu Ehren des autoritären Anführers gebaut. Zum Haupteingang führen 89 Stufen, eine Stufe für jedes Lebensjahr. 

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Ich kam zufälliger Weise zur stündlichen Wachablösung an und konnte mir die Zeremonie anschauen. Ich fand’s irgendwie affig zu sehen wie viel Aufwand sie betreiben, nur dass ein anderer Soldat für eine weitere Stunde still rumsteht. Aber naja, in anderen Ländern ist das ja auch nicht anders. 

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Man kann es ja kaum glauben, aber auch hier in Taipei gibt es einen Weihnachtsmarkt. Etwas euphorisch machte ich mich per Metro auf den Weg, denn irgendwie hoffte ich vielleicht ein Gläschen Glühwein trinken zu können. Naja, Wunsch und Realität gingen dann doch stark auseinander. Leider kam ich etwas zu spät, da alles Pavillons die da rumstanden schon leer geräumt waren. Aber ich konnte einen interessanten Weihnachtsbaum und sogar eine (zugegebenermaßen schlechte) Lichtershow bewundern. Tja, den guten alten deutschen Weihnachtsmarkt gibt es eben nur in der Heimat. 

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04.12.2019 

Wieder mal machte ich mich auf den Weg zu einem Flughafen. Aber dieses Mal kam ich in den Genuss des In-Town-Check-Ins. Man kann an der Metrostation schon einchecken und kann das Gepäck direkt da lassen. Somit ging es nur noch mit dem Handgepäck zum Flughafen. Gibt es das auch in Deutschland?

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